Die Gartensaison hat begonnen und das Wetter der letzten Tage macht richtig Lust aufs Aussäen und Einpflanzen. Die dafür benötigte Erde kommt jedoch meistens in Plastiksäcken und enthält obendrein noch Torf. Nachhaltiger ist deswegen: Einfach die Blumenerde selber machen.

Warum auf Torf verzichten?

Torf in Blumenerde ist deswegen so problematisch, da er aus Mooren stammt, die durch den Torfabbau zum großen Teil schon zerstört wurden. Intakte Moore sind aber extrem wichtig für unser Klima. Denn wenn sie trocken gelegt werden, geben sie große Mengen CO2 frei.
Wenn ihr also doch zu gekaufter Erde greift, achtet darauf, dass kein Torf enthalten ist.

Blumenerde selber machen

Für selbstgemachte Blumenerde braucht ihr nur drei Zutaten: Gartenerde, Kompost und Lehm. Diese vermischt ihr dann im Verhältnis von 55 % Gartenerde, 35 % Kompost und 10 % Lehm.

Der Kompost sorgt dafür, dass die Erde schön nährstoffreich ist. Wenn ihr zuhause keinen eigenen Kompost oder Wurmkiste habt, dann könnt ihr euch an euer örtliches Kompostwerk wenden. Dort bekommt ihr die benötigte Menge unverpackt und in meist sehr guter Qualität.

Ist eure Gartenerde sehr lehmig, dann könnt ihr auch auf zusätzlichen Lehm verzichten und stattdessen die entsprechende Menge Sand hinzufügen, damit die Blumenerde schön wasserdurchlässig ist.

Aussaat- und Kräutererde selber machen

Wenn ihr Erde für die Aussaat oder Kräuter benötigt, müssen die Komponenten etwas anders sein. Denn diese Erde sollte im Gegensatz zur Blumen- oder Pflanzerde eher nährstoffarm sein, damit die Wurzeln der Pflanzen sich möglichst gut ausbilden können.
Statt auf Kompost greifen wir deswegen auf Kokosfasern zurück. Diese sind ein Nebenprodukt aus der Kokosölproduktion und in gut lagerbaren, leichten Blöcken erhältlich.

Die Kokosfasern müssen zunächst über Nacht in Wasser quellen und können dann zu gleichen Teilen mit feinkrümmeliger Gartenerde und Sand gemischt werden. Und dann kann es auch schon losgehen mit dem Aussäen und Pflanzen!

Auf welche Erde greift ihr für eure Pflanzen am liebsten zurück? Teilt eure Tipps und Erfahrungen gerne in den Kommentaren unter diesem Beitrag.