Im Winter müssen Haut und Haar einige Strapazen über sich ergehen lassen: Feuchte Kälte, trockene Heizungsluft, hohe Temperaturschwankungen zwischen drinnen und draußen, raue Wollmützen, die auf und abgesetzt werden – kein Wunder, wenn sie trocken und spröde werden. Um dem vorzubeugen gönnen wir uns heute eine bewusste Auszeit mit natürlicher Winter-Wellness…

Für unser Pflegeprogramm müssen wir nicht in ein Spa gehen. Alles, was wir dafür brauchen, haben wir bereits im Haus oder rasch beim nächsten Bioladen besorgt. Wer bei Beautyprodukten auf zertifizierte Naturkosmetik vertraut oder sich für die DIY-Variante entscheidet, weiß genau, welche Zutaten darin enthalten sind. Bei beidem gilt das Motto „weniger ist mehr“. Nicht aber beim Auftragen der Produkte – denn in der kalten Jahreszeit freuen sich Haut und Haar über eine Extraportion reichhaltiger Pflege und Feuchtigkeit.

Haare

Nicht nur Wollmützen sind eine Herausforderung für Haare im Winter, auch Pullover und Schals tun ihr Übriges. Durch die Reibung können Spliss und Haarbruch nun noch leichter entstehen. Doch auf eine Mütze zu verzichten ist keine Lösung – denn Regen, Schnee und Kälte tun der Haarstruktur auch nicht gut. Trockene Heizungsluft sorgt zusätzlich dafür, dass die Kopfhaut austrocknet und sogar Menschen, die sonst nicht dazu neigen, Schuppen bekommen. Kurz gesagt: Für die Haare ist der Winter auf ganzer Linie eine Katastrophe. Wer keine Lust auf einen angesagten Pixiecut hat und seine lange Mähne nicht aufgeben will, sollte sich in den kommenden Monaten um eine besondere Pflege bemühen.

Gesicht

Die ohnehin schon empfindliche Gesichtshaut leidet im Winter besonders. Es ist der Witterung meist schutzlos ausgesetzt. Ab einer Temperatur von acht Grad Celsius und weniger fährt der Körper die Talgproduktion herunter und damit die natürliche Feuchtigkeitsversorgung der Haut. Hautpflegeprodukte, die besonders fetthaltig sind, etwa durch die Zugabe von Sheabutter oder pflanzliche Öle wie Arganöl, helfen dieses Defizit auszugleichen. Ein bis zweimal pro Woche kann ein mildes Peeling abgestorbene Hautschüppchen entfernen. Eine Gesichtsmaske sorgt für einen extra Feuchtigkeitskick. Und auch im Winter gilt: Sonnenschutz nicht vergessen. Eine Tagescreme oder ein Make-up mit passendem Lichtschutzfaktor eignet sich dafür,

Lippen

Wer im Winter zu rissigen Lippen neigt, kann auf ein ganz einfaches Hausmittel zurückgreifen: Honig. Mehrmals am Tag aufgetragen, versorgt er die Lippen mit Feuchtigkeit, hat nebenbei eine antibakterielle Wirkung und kann die Wundheilung beschleunigen. Aber aufgepasst – Honig eignet sich erst ab einem Alter von einem Jahr. Für Babys ist das flüssige Gold noch tabu! Alternativ bieten sich spezielle Lippenpflegestifte an, die auch unterwegs praktisch angewendet werden können.

Körper

Die gesamte Haut benötigt im Winter eine besondere Pflege – etwa eine Creme, die mit Jojobaöl oder Sheabutter angereichert ist und viel Feuchtigkeit spendet. Auch reine Pflanzenöle bieten sich zur Körperpflege oder zu gezielten Pflege bestimmter Körperstellen, wie etwa trockenen Ellenbogen und Knien an. Einfach nach dem Duschen in die feuchte, warme Haut einmassieren.

Hände und Füße

Hände und Füße stecken sind im Winter regelmäßig dick eingepackt und könnten – weil man sie selten vorzeigt – vernachlässigt werden. Dabei freuen gerade sie sich jetzt über ein bewusstes Pflege-Treatment, etwa ein selbst angerührtes Peeling und eine DIY-Pflegemaske (etwa aus Kaffeesatz). Füße freuen sich jetzt auch über ein warmes Fußbad. Hierfür einfach einen Eimer mit warmem Wasser befüllen, einige Esslöffel reines Olivenöl und einen Schuss Milch unterrühren und die Füße für etwa 15 Minuten hineinstellen. Anschließend abtrocknen, dick eincremen und dünne Baumwollsocken darüber ziehen. Weitere Tipps für natürliche Fußpflege…

Baby- und Kinderhaut richtig pflegen

Baby- und Kinderhaut ist besonders empfindlich und noch viel dünner, als die Haut von Erwachsenen. Spezielle Pflegeprodukte für „Wind und Wetter“ von Naturkosmetikherstellern, wie beispielsweise Töpfer Baby Care oder Scio Baby sind jetzt eine gute Wahl. Vor einem Ausflug ins Winterwunderland sollte vor allen das Gesicht eingecremt werden.

BILD: javiindy – Stock Adobe