Stromausfall
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Stromausfall? So bereitest du dich auf einen Blackout vor

Ein Leben ohne Strom ist für die meisten Menschen heutzutage in unserer modernen Welt kaum vorstellbar. Hin und wieder muss man das jedoch zumindest temporär – nämlich bei Stromausfall. Wie du dich darauf vorbereiten kannst.

Es gibt verschiedene Gründe, warum für eine gewisse Zeit der Strom im Haus oder im gesamten Wohngebiet ausfällt. Häufig kann man selbst nichts dagegen tun und nur abwarten, bis alles wieder wie gewohnt funktioniert. In der Zwischenzeit ist man vor einige Herausforderungen gestellt. Sich auf einen solchen Fall vorzubereiten, kann sinnvoll sein.

Kein Strom mehr, was nun?

Stellst du fest, dass du in deiner Wohnung oder deinem Haus keinen Strom mehr hast, solltest du in erster Linie Ruhe bewahren. Im zweiten Schritt solltest du herausfinden, ob neben deinem Zuhause auch weitere in der Nachbarschaft betroffen sind. Ist es draußen dunkel, genügt ein Blick aus dem Fenster um zu sehen, ob die ganze Straße ohne Licht da steht. Am Tag kannst du über dein Smartphone die WLAN-Funktion auswählen und siehst, ob dort Netzwerke angezeigt werden. Sind die Netzwerke deiner Nachbarn verfügbar, hast vermutlich nur du keinen Strom. Werden dir hingegen keine verfügbaren Netzwerke angezeigt, ist der Stromausfall wahrscheinlich großflächiger. Ist nur dein Haus betroffen, schalte alle großen Elektrogeräte wie Fernseher und Herd aus – hat eines dieser Geräte aufgrund eines Defekts eine Überspannung und dadurch den Stromausfall ausgelöst, kann nun nichts weiter passieren. Überprüfe im nächsten Schritt deinen Sicherungskasten. Im Idealfall ist nur eine Sicherung herausgesprungen und du kannst das Problem alleine lösen. Ist der Stromausfall jedoch großflächiger, kannst du nun nur abwarten, bis sich die Versorger um eine Problemlösung bemühen. In der Regel fällt Strom nur für einige Stunden aus. In Notfallsituationen kann es jedoch vorkommen, dass Haushalte mehrere Tage ohne Strom leben müssen.

Und in der Zwischenzeit?

In der Zwischenzeit solltest du nicht am Straßenverkehr teilnehmen, da auch Ampeln nun wahrscheinlich ausgefallen sind. Elektrogeräte mit Akkus – wie Taschenlampe und Smartphone solltest du möglichst sparsam einsetzen. Dein Smartphone kannst du in den Energiesparmodus versetzen und die Helligkeit regulieren. Die Taschenlampe solltest du nur einsetzen, wenn keine andere Lichtquelle verfügbar ist. Am besten versammelt sich deine gesamte Familie nun in einem Raum, der mit Kerzen beleuchtet ist. Diese geben gleichzeitig auch Wärme ab. Bei einem Stromausfall im Winter, bei dem die strombetriebene Heizung nicht mehr funktioniert, sollten sich alle von Anfang an mehrere Schichten anziehen, sodass der Körper gar nicht erst an Wärme verliert. Thermounterwäsche und Schlafsäcke können in der Nacht vor Unterkühlungen schützen. Gibt es eine alternative Wärmequelle – etwa einen Kamin – sollte diese nun genutzt werden. Verderbliche Lebensmittel, die im Gefrier- oder Kühlschrank aufbewahrt werden, sollten dort zunächst bleiben. Im Winter kannst du sie auf den Balkon oder die Terrasse stellen, sobald die Stromversorgung für eine längere Zeit unterbrochen bleibt. Im Sommer wird es schwieriger, alle Vorräte zu retten. Eventuell hast du einen kühlen Gewölbekeller, in dem zumindest einiges gelagert werden kann. Fleisch, Fisch und andere tierische Produkte sollten so schnell wie möglich zubereitet werden – etwa mit einem Campingkocher im Freien. Für die Zubereitung von Babymilch kannst du Wasser mit einem Campingkocher erwärmen und in einer Thermoskanne bereithalten.

Bitte denk dran: Einen Grill oder ein anderes offenes Feuer darfst du auf keinen Fall in geschlossenen Räumen machen. Es besteht Lebensgefahr!

Vorbereitet sein

Auf einen möglichen Stromausfall kannst du dich vorbereiten. Hast du ein Smart Home und/oder eine Alarmanlage solltest du sicherstellen, dass diesen zur Überbrückung eine unabhängige Energiequelle zur Verfügung steht. Achte darauf, dass Elektrogeräte wie Smartphones und Laptops immer ausreichend aufgeladen sind. Hast du ein Auto, sollte dies immer möglichst voll betankt sein – während eines Blackouts funktionieren Zapfsäulen mitunter nicht mehr.

Du solltest außerdem einige Dinge stets im Haus haben und genau wissen, wo diese ohne Umstände zu finden sind:

  • LED-Taschenlampe(n) und/oder Kurbeltaschenlampe
  • Batterien
  • Geladene Power Bank (mit Solarzellen)
  • Kerzen und Teelichter
  • Feuerzeuge oder Streichhölzer
  • Ausreichend Holz, Kohle oder Briketts für Kamin
  • Campingkocher und Gaskartuschen
  • Konserven und andere haltbare Lebensmittel wie Nüsse, Trockenobst oder Zwieback
  • Trinkwasser
  • Thermoskanne(n)
  • Batteriebetriebenes Radio (oder Kurbelradio)
  • Verbandskasten und Notfallapotheke
  • Bargeldreserve (denn auch Bankautomaten und Kartenlesegeräte funktionieren jetzt eventuell nicht)
  • Feuerlöscher und/oder Löschdecke
Rebecca Sommer

Rebecca Sommer hat nach ihrem Studium ein Volontariat bei einer Tageszeitung absolviert und war als Redakteurin und Buchautorin für diverse Verlage und Medien tätig. Heute arbeitet die vierfache Mutter als Geschäftsführerin der nachhaltigen Werbeagentur between und leitet das Projekt Naturkind. Mit ihrer Familie lebt die 34-Jährige in Hamburg.