Raus aus dem Alltag und hinein ins Abenteuer. Viele Familien lernen in ihrem Urlaub gerne fremde Landschaften und Kulturen kennen. Dabei werde seit einigen Jahren Urlaubsorte im eigenen Land oder Nachbarland immer beliebter. Nicht nur die Angst vor Terroranschlägen hat dazu geführt, auch das wachsende Bewusstsein für die Themen Klima- und Umweltschutz. Immer mehr Menschen suchen nach verträglichen Reiseangeboten.

Der Urlaubsort

Bei der Wahl des Urlaubsortes achten Familien in der Regel auf Kinderfreundlichkeit – und das ist auch gut so. Doch gerade, wenn wir an das Wohl unserer Kinder denken, sollten wir nicht vergessen, dass wir Vorbilder für sie sind und mit entscheiden, wie wir ihnen und ihren Nachkommen den Planeten einmal hinterlassen werden. Also sollte der Urlaubsort unter sozial-ökologischen Gesichtspunkten vertretbar sein. Die Betreiber der Unterkunft sollten gewisse Richtlinien einhalten und sowohl mit der Umwelt, als auch mit ihren Mitarbeitern achtsam umgehen. Bei der Suche nach solchen Anbietern wird man im Internet schnell fündig. Nicht nur zertifizierte Biohotels werden auf den zahlreichen Listen der nachhaltigen Reiseziele genannt – auch naturnahe Campingplätze, Baumhaushotels, Jurten, Bauernhöfe und kleinere Pensionen. Bei der Länge der Reise gilt grundsätzlich: je weiter das Ziel entfernt liegt, desto länger sollte man sich dort aufhalten.

Die An- und Abreise

Dass Reisen mit dem Flugzeug oder Kreuzfahrtschiff nicht gut fürs Klima sind, ist den meisten Menschen bereits bewusst. Viele wissen aber nicht, dass der Zug und das Auto nicht die besten Alternativen sind. Wer nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad starten will oder kann, reist am klimafreundlichsten mit einem Reisebus. Fällt die Wahl dennoch auf das Auto, sollte dieses wenigstens voll besetzt sein. Ist die eigene Familie dafür zu klein, findet sich über eine Mitfahrzentrale bestimmt jemand, der in die gleiche Richtung möchte. Bei Buchungen von Flug- und Bustickets ist es oftmals möglich, einen CO2-Ausgleich zu bezahlen. Hierbei wird berechnet, welche Menge von-CO2-Emissionen durch die An- und Abreise freigesetzt wird. Die gleiche Menge soll in Klimaschutzprojekten kompensiert werden. Kritiker sagen, dass Reisende damit lediglich ihr Gewissen erleichtern würden. Doch eine Buchung mit CO2-Ausgleich ist noch immer besser, als eine ohne und damit eine gute Möglichkeit für alle, die auf ihre Reise nicht verzichten wollen.

Verhalten am Urlaubsort

Vor Ort gibt es viele Möglichkeiten, die Umwelt und das Klima zu schützen und regionale Unternehmen zu unterstützen. So sollte man die Gegend am besten zu Fuß, mit den Fahrrädern oder den öffentlichen Verkehrsmitteln statt mit dem eigenen oder einem Mietwagen erkunden. Alles-inklusive-Pakete mögen verlockend wirken, darunter leiden jedoch die umliegenden Cafés, Restaurants und Geschäfte, die zu einem Großteil vom Tourismus leben müssen. Zudem kann man als Selbstversorger freier wählen, was man isst und trinkt und woher die Lebensmittel stammen – im besten Fall aus direkt aus der Region. Bei Ausflugsorten sollten die Bedingungen vor Ort bedacht werden. Ein wässerungsintensiver Golfplatz ist keine Option in einer Region, in der Trinkwasser knapp ist. Eine Tour mit Quads durch die unberührte Natur oder eine künstlich beschneite Skipiste bei frühlingshaften Temperaturen, haben mit verträglichem Urlaub ebenso wenig gemeinsam. Selbstverständlich sollte auch das Thema Müllvermeidung und -entsorgung sein. Nicht überall legen die Einheimischen großen Wert darauf, davon sollte man sich aber nicht beeinflussen lassen.