Adventsspirale

Mit einer Adventsspirale zu mehr Achtsamkeit im Alltag

Die Naturkind-Adventsspirale ist ein Adventskalender der besonderen Art. Ab dem 1. Dezember wird jeden Tag in eine der 24 Vertiefungen ein kleiner Schatz aus der Natur gelegt – das kann beispielsweise eine Kastanie sein, eine Eichel oder ein Stein. Vielleicht habt ihr bereits einen Vorrat zu Hause oder ihr bringt bis Heiligabend jeden Tag etwas Passendes von euren Spaziergängen mit. Basis des Ganzen ist eine Spirale aus Salzteig, die ihr kinderleicht selbst anfertigen könnt.

Rituale rund um die Adventszeit gibt es viele. Ein besonders schönes ist eine Adventsspirale. Diese gibt es aus verschiedenen Materialen von Modelliermasse bis Holz – selbstgemacht oder fertig gekauft. Wir haben unsere Adventsspirale in diesem Jahr aus Salzteig selbst gemacht. Das ist günstig, einfach und nachhaltig. In manchen Familien werden Murmeln in die Vertiefungen der Spirale gelegt oder statt der Vertiefungen gibt es Halterungen für dünne Kerzen – das sind auch schöne Ideen. Weil unser Nesthäkchen mit anderthalb Jahren beim täglichen Spaziergang aber allerhand Naturschätze einsammelt, sind wir auf die Idee gekommen, diese zu verwenden und jeden Tag bis Heiligabend einen davon auf die Spirale zu legen.

Jeden Tag ein kleiner Schatz

Schon vor Dezember haben wir die Hosentaschenfunde in einem Körbchen gesammelt. Man könnte aber natürlich auch täglich beim Spaziergang ganz bewusst den „Schatz des Tages“ aussuchen. Wir haben Kastanien, Eicheln, Zapfen, kleine Äste und Laubblätter, Federn, Steine und Bucheckern in unserem Körbchen. Außerdem vier Walnussschalen-Kerzen, die wir je am ersten, zweiten, dritten und vierten Advent statt eines Naturschatzes verwenden und anzünden.

Eine Anleitung für Walnuss-Kerzen findest du HIER…

Schritt für Schritt Anleitung

Du möchtest die Adventsspirale zu Hause selbst nachmachen? Das geht ganz einfach:

  1. Knete mit den Händen in einer Schüssel 300 g Weizenmehl, 250 g Speisesalz und 200 ml kaltes Wasser zu einem weichen, formbaren Teig.
  2. Rolle daraus auf einer glatten Fläche eine lange Schlange und lege diese in Spiralform entweder auf eine Holzscheibe oder auf eine andere feste Unterlage.
  3. Drücke nun mit den Fingern in etwa gleichem Abstand 24 Mulden in die Spirale. 
  4. Mit angefeuchteten Fingern kannst du nun noch kleine Unebenheiten oder Risse glatt streichen, wenn du willst – aber zu perfekt muss das Ganze am Ende ja gar nicht sein.
  5. Lass die Adventsspirale nun zwei bis drei Tage an einem warmen, trockenen Ort aushärten.
  6. Wenn du es gerne bunt magst, kannst du die Adventsspirale sie nun noch mit Pflanzenfarben (beispielsweise Rote Bete Saft) und einem Pinsel anmalen. Die Holzscheibe kannst du mit Zweigen, Moos oder Ästen dekorieren.

Das Ritual der Adventsspirale lässt nicht nur die Vorfreude auf Heiligabend jeden Tag etwas wachsen, sondern kann auch eine tolle Achtsamkeitsübung im Alltag sein. Die Idee mit den Naturschätzen kann außerdem eine Motivation sein, das Haus auch bei schlechterem Wetter zu verlassen, um draußen nach dem „Schatz des Tages“ zu suchen. Wenn du mehrere Kinder hast, kannst du sie abwechselnd eine Sache aussuchen lassen, damit es keinen Streit gibt.

Rebecca Sommer

Rebecca Sommer hat nach ihrem Studium ein Volontariat bei einer Tageszeitung absolviert und war als Redakteurin und Buchautorin für diverse Verlage und Medien tätig. Heute arbeitet die vierfache Mutter als Geschäftsführerin der nachhaltigen Werbeagentur between und leitet das Projekt Naturkind. Mit ihrer Familie lebt die 34-Jährige in Hamburg.