Gartenkalender
© Mariia Korneeva / Adobe Stock

Mit dem Naturkind Gartenkalender durchs Jahr

Monat für Monat gibt es im Garten einiges zutun. Dabei den Überblick zu behalten, fällt leicht – mit dem Naturkind Gartenkalender. Klicke einfach den aktuellen Monat an und schon bekommst du eine kurze Zusammenfassung.

Nicht nur im Frühling und Sommer, auch im Herbst und Winter fordert ein eigener Garten ein gewisses Maß an Pflege. Zu jeder Jahreszeit gibt es für seine Besitzer:innen etwas zutun. Ob Gemüse vorziehen, Rasen aussäen oder Baumschnitt – im Folgenden findest du nützliche Garten-Tipps, nach Monaten sortiert.___STEADY_PAYWALL___

JANUAR

Bereits im Januar haben Gärtner:innen im Garten einiges zu tun. Wenn der Boden nicht gefroren ist, können Winterblüher wie etwa Winterjasmin gepflanzt werden. Bei den ersten Sonnenstrahlen kannst du mit einem Frühbeet die Gartensaison einläuten. Kälteempfindliche Gemüsesetzlinge können darin bis zu den Eisheilgen vor Witterungsschwankungen und Nachtfrösten geschützt werden. Die Pflanzen erhalten so einen idealen Frühstart, bevor sie im Frühling ins Freie kommen. Der Januar ist außerdem der ideale Zeitpunkt für dich, um die neue Beetbepflanzung für Frühjahr und Sommer zu planen. Januar wie auch Februar sind gut geeignet, um den Kompost im Garten umzusetzen. Außerdem müssen die überwinterten Kübelpflanzen regelmäßig nach Schädlingen überprüft und ab und an gegossen werden. Jetzt besteht an frostfreien Tagen noch die Möglichkeit, harte Gehölze wie Forsythie, Haselnuss oder Holunder und Bäume zu beschneiden. Dickere Äste schützt du an den Schnittstellen mit einem Wundverschlussmittel. Gegen die Wintersonne erhalten die Stämme der Obstbäume einen weißen Kalkanstrich. Dadurch sind sie vor Frostrissen geschützt. Da es tagsüber zu großen Temperaturunterschieden zwischen der sonnigen und der sonnenabgewandten Stammseite kommt, kann dies zu Rissen in der Rinde führen. Der Baum ist dadurch anfällig für Krankheitserreger. Der Januar ist auch Erntemonat. Im Gemüsebeet warten Grünkohl, Feld- oder Zuckersalat sowie Wurzelpetersilie oder Meerrettich darauf, geerntet zu werden. Jetzt ist außerdem der beste Moment, Gewächs- oder Treibhaus auf Winterschäden hin zu überprüfen, damit es für das Frühjahr einsatzbereit ist. Vor der Aussaat der ersten Samen im Februar sollten die alten Samen auf Keime kontrolliert und eventuell neu gekauft werden, wie auch die Aussaaterde. Wenn du möchtest, kannst du jetzt die ersten Nistkästen im Garten aufhängen. Da die Vögel in der freien Natur jetzt immer weniger Nahrung finden, nehmen sie Vogelfutter und Meisenknödel dankbar an. Falls du im Herbst deine Gartengeräte noch nicht gereinigt hast, ist es jetzt an der Zeit, diese zu säubern, zu ölen oder zu schärfen. Deine Zimmerpflanzen leiden unter der trockenen Heizungsluft und benötigen Aufmerksamkeit und Pflege.

FEBRUAR

Jetzt zeigen sich erste Zwiebelpflanzen wie Winterlinge oder Schneeglöckchen. An windigen sowie an sonnigen Tagen benötigen immergrüne Gehölze wie Kirschlorbeer, Buchsbaum oder Rhododendron Gießwasser, da sie über die Blätter mehr Wasser verdunsten und austrocknen können. Bis zum 1. März können Hecken und Gehölze auf Stock geschnitten werden. Danach ist dies verboten, um die Vögel bei Nestbau und Brüten keinesfalls zu stören. Hecken sollten nicht bei Frost beschnitten werden, da sie an den Schnittstellen empfindlich sind und Schaden nehmen können. Bei hohem Schnee befreist du Koniferen von ihrer Schneelast, da sich die Zweige verbiegen oder abbrechen können. Den Rasen solltest du bei Schnee oder Nässe nicht betreten. Die Graspflänzchen könnten abbrechen, und die Graswurzeln werden durch die Bodenverdichtung geschädigt. Ende des Monats kann der Rasen, sofern er nicht gefroren ist, gedüngt werden. Desto schöner und dichter wird er wachsen. Ziergräser sind dekorative Highlights im Spätsommer- und Herbstgarten. Ob Chinaschilf (Miscanthus), Lampenputzergras (Pennisetum) oder Rutenhirse (Panicum): Ihre Samenstände und Blätter glitzern bei Frost zauberhaft in der Sonne. Ende Februar oder Anfang März schneidest du sie jedoch knapp über dem Boden ab, um Platz für die neuen Triebe zu machen. Da die Blattränder messerscharf sind, solltest du dabei Handschuhe tragen. Bei den Hortensien werden im Februar tote Triebe entfernt. Die Büsche werden vorsichtig beschnitten. Achte darauf, dass du nicht die Knospen entfernst, ansonsten wird die Hortensie im Sommer nicht blühen. Einfacher ist es bei der Annabelle-Hortensie. Diese Sorte kann bis zum Boden zurückgeschnitten werden. An frostfreien Tagen können verblühte Christrosen und andere Winterblüher vom Topf ins Beet gesetzt und der Kompost auf die Beete verteilt werden. Bei Brombeeren schneidest du die Ruten, die im letzten Jahr getragen haben, bodennah ab. Von den jungen Trieben lässt du vier oder fünf stehe. Wenn du ein Gewächshaus oder Frühbeet besitzt, kannst du dort in Töpfen Kohlrabi, Karotten, Weiß- und Rotkohl, Feld- und Pflücksalat, Spinat, Radieschen und Porree säen. Ende Februar kommen Paprika, Tomaten, Gurken und Kohl dazu. Auch Küchenkräuter wie Rosmarin, Dill oder Bohnenkraut werden ins Frühbeet gesät und vorgezogen. Nicht zu vergessen sind natürlich Sommerblumen wie Petunien, Löwenmäulchen, Tagetes oder Ringelblumen, die ebenfalls im Gewächshaus oder im Saatkasten auf dem Fensterbrett gesät und vorgezogen werden. Ende Februar werden Nistkästen für Meisen oder Stare aufgehängt. 

MÄRZ

Im März geht es mit der Gartensaison richtig los. Die Natur regt sich, und überall sind die zarten grünen Triebe und Blüten zu bewundern. Das zunehmende Licht wirkt wie ein Startschuss für Flora und Fauna. Die Forsythien und Ranunkelstrauch blühen um die Wette. In den Beeten zeigen sich Krokus, Schneeglöckchen, Blaustern, Hyazinthe, Anemone, Märzbecher, Leberblümchen, Narzisse, Tulpe und Veilchen. Die Magnolien stehen in voller Blütenpracht: was für ein Naturschauspiel! Nun kannst du die Beete vorbereiten. Vertrocknete Stiele und verwelkte Blätter der Stauden werden entfernt. Das Unkraut wird gejätet, damit es sich nicht zu sehr ausbreitet. Überwinterte Fuchsien und Geranien schneidest du zurück und topfst sie um. Rosen werden an wärmeren Tagen kräftig zurückgeschnitten und auf Mehltau, Sternrußtau und Rosenrost überprüft. Zeigen sich Anzeichen eines Pilzbefalls, werden die befallenen Triebe abgeschnitten und im Restmüll entsorgt. Auch sommerblühende Clematis benötigen nun einen Rückschnitt bis auf einen halben Meter. Das treibt die Pflanzen zu einem frischen Neuaustrieb an und fördert die Blütenfülle. Lavendel, Forsythie, Winterjasmin und Winterheide erhalten ebenfalls einen Rückschnitt. Azaleen, Hortensien und Rhododendren werden gedüngt. Ins Frühbeet können nun Salate, Radieschen, Kohlrabi, wenn sie unter Folie geschützt sind. Tomaten, Paprika, Brokkoli, Chili, Sellerie, Wirsing, Blumenkohl, Kohlrabi können auf dem Fensterbrett oder im beheizten Gewächshaus ausgesät werden. Auch Astern, Tagetes, Zinnien, Petunien, Löwenmäulchen, Duftwicken oder die Schwarzäugige Susanne kannst du auf diese Weise vorziehen. Haben die Pflänzchen vier Blättchen ausgebildet, werden sie pikiert und umgetopft. Ab April können sie ins Freie gepflanzt werden. Im Gemüsebeet werden Rosenkohl, Grünkohl, Endivien, Feld- oder Zuckerhut-Salat nun abgeerntet. An frostfreien Tagen können Stachelbeer-, Johannisbeer-, Brombeer- und Himbeersträucher gepflanzt werden. Bei den vorhandenen Beerensträuchern werden vertrocknete Triebe entfernt. Erdbeerpflanzen werden gedüngt und die braunen Blätter abgeschnitten. Zwischen die einzelnen Pflanzen kommt eine Mulchschicht. Der Rasen wird bei trockenem Wetter vertikutiert, gekalkt und gedüngt. Auch neuer Rasen kann gesät werden. Jetzt beginnt auch die Pflege des Gartenteiches. Abgestorbene Pflanzen musst du entfernen. Ende März kann auch der Teichfilter angestellt und können die Fische gefüttert werden. 

APRIL

Im April steht viel Arbeit im Garten an. Die Temperaturen steigen an, doch Schneeschauer oder Fröste sind jederzeit noch möglich. Frühblühende Zwiebelpflanzen wie Narzissen, Tulpen oder Hyazinthen solltest du jetzt düngen, Stauden ausputzen. Dabei werden vertrocknete Blätter und Stiele entfernt. Bei den verblühten Zwiebelpflanzen darf das Laub noch nicht abgeschnitten werden, sondern muss erst vertrocknen. Nur die verblühten Blüten werden entfernt. Fuchsien und Geranien werden im April zurückgeschnitten, umgetopft sowie gedüngt. Der Rasen kann noch vertikutiert und nachgesät werden. Gärtner:innen können nun Rittersporn, Sonnenhut, Tränendes Herz, Phlox oder Herbstastern sowie Chrysanthemen ins Beet pflanzen. Alle in den Startlöchern stehenden Stauden solltest du nun düngen. Gegen Ende April ist Zeit, um Lilien, Gladiolen und Iris in die Beete zu setzen. Dahlien werden aber erst vorgezogen. Rosen können bis Anfang des Monats in die Erde. Ende des Monats können Kübelpflanzen wie Lorbeer nach draußen. Am besten stellst du sie an einen geschützten Platz. Die empfindlichen Pflanzen werden jedoch mit einem Vlies gegen Nachtfröste geschützt. Die Forsythienblüte ist der ideale Zeitpunkt, um Rosen und weiche Gehölze wie etwa Hibiskus oder Schmetterlingsstrauch zu beschneiden. Bei der Beetpflege ist Unkrautjäten angesagt. Jetzt ist auch ein idealer Zeitpunkt, Balkonkästen und Pflanzkübel für Terrasse oder Hauseingang mit Hornveilchen, Stiefmütterchen oder Ranunkeln zu bepflanzen. Sie werden bald von Bienen und Hummeln umschwärmt, die es auf den Nektar abgesehen haben. Frühbeete und Gemüsebeete werden bei milden Temperaturen gehackt und gegossen. Im Gewächshaus kannst du Anfang April noch Tomaten säen. Ins Freiland können jetzt Dill, Petersilie, Schnittlauch, Rucola, Karotten, Radieschen, Spinat, Rote Beete, Mangold, Erbsen und Rettich gesät werden. Bei milden Temperaturen werden zudem Salat und Kohlrabi ins Freie gepflanzt. Sie benötigen jedoch noch einen Schutz gegen Nachtfröste. Auch Zwiebeln und Saatkartoffeln kommen in die Erde. Obstbäume können bis Anfang April gepflanzt werden. Vorhandenen Obstbäume werden gegossen und gedüngt. Der Außenwasserhahn kannst du nun aufdrehen und den Wasserschlauch anschließen. Bei sonnigem Wetter kannst du nun endlich auch die Gartenmöbel aus dem Winterquartier holen und säubern. Wie herrlich ist es, bei milden Temperaturen wieder auf Balkon oder Terrasse zu sitzen! Jetzt wird auch der Gartenteich gereinigt und neu bepflanzt. Der Teichfilter wird wieder eingesetzt, und die Fische freuen sich über Futtergaben. 

MAI

Im Wonnemonat Mai geht es nun richtig los! Es grünt und blüht im Garten. Jetzt blühen Kastanien, Obstbäume, Flieder, Rhododendren, Weigelien, Goldregen und Glyzinie. Im Staudenbeet sind Tränendes Herz, Margerite, Maiglöckchen, Vergissmeinnicht und viele andere Blütenpflanzen zauberhafte Hingucker. Anfang Mai kannst du Sommerblumen wie etwa Astern, Ringelblumen, Bechermalven, Kornblumen, Wicken, Goldlack oder Sonnenblumen ins Freie säen. Begonien, Geranien oder Dahlienknollen kommen ins Beet. Kübelpflanzen wie Bougainvillea, Oleander oder Kamelie können ab Mitte Mai auf die Terrasse. Am besten wartest du dafür bis nach den Eisheiligen, da vorher noch mit Kälteeinbrüchen gerechnet werden muss. Die verblühten Blüten der Rhododendren werden vorsichtig herausgebrochen. Damit der Rasen kräftig wächst, muss er oft gemäht und jetzt gedüngt werden. Auch im Gemüsebeet ist einiges zu tun: Anfang Mai können Salat, Spinat, Rucola, Mangold, Karotten, Radieschen, Karotten, Rote Beete, Petersilie, Erbsen und zahlreiche Kräuter ausgesät werden. Die vorgezogenen Paprika, Tomaten, Zucchini, Chili, Kürbis, Wirsing, Porree, Gurken, Sellerie und einiges mehr können nach den Eisheiligen ausgepflanzt werden. Auch Samen bzw. Kerne von Gurken, Bohnen, Zucchini, Kürbis werden in die Erde gesteckt. Erntezeit ist für Brokkoli, Kohlrabi, Radieschen, Bärlauch, Frühlingszwiebeln, Spinat, Mangold und Salat. Auch der Rhabarber kann geerntet werden. Die Tomatenpflanzen werden regelmäßig ausgegeizt. Dabei werden die Seitentriebe abgeknipst. Vorgezogene Kräuter wie Petersilie, Dill oder Basilikum und gekaufte Kräuter kannst du ins Kräuterbeet setzen. Damit die Erdbeeren weich liegen und nicht faulen, werden die Pflanzen mit Stroh oder Holzwolle gemulcht. Anfang Mai kannst du Balkonkästen und Kübel bepflanzen. Ob mit Petunien, Geranien, Fleißigen Lieschen, Begonien oder Fuchsien: Dem Geschmack sind kaum Grenzen gesetzt. Achtung: Die Schneckenzeit beginnt. Um die jungen Pflanzen vor den Plagegeistern zu schützen, streuen viele Gärtner:innen zerkleinerte Eierschalen auf den Boden. Die spitzen Schalenreste sind für die Schnecken unüberwindbar. Es gilt außerdem, die Schnecken morgens aufzusammeln, um auf Gift zu verzichten. Giersch, Löwenzahn und anderes Unkraut musst du regelmäßig entfernen! Bei den Rosen beseht jetzt die Gefahr von Blattläusen. Sie werden mit einem Tuch von den Knospen gewischt. 

JUNI

Juni ist der Rosenmonat. Sie gehören in jeden Garten und lassen sich prima mit Stauden oder Gräsern kombinieren. Um länger Freude an deinen Rosen zu haben, solltest du die verwelkten Blüten regelmäßig entfernen. Im Garten blüht und duftet es. Pfingstrosen, Rittersporn, Tagetes, Schwertlilien, Lobelien, Verbenen, Taglilien, Klatschmohn oder Kornblumen sind zauberhafte Hingucker. Auch die weißen Blütendolden des Holunderstrauches stehen duftend an den Zweigen. 
Verblühte Blüten von Petunien, Geranien oder Rhododendren werden abgeschnitten. Die herrlichen Blüten der Pfingstrosen werden nun für die Staude zu schwer und müssen gestützt werden. Auch Rittersporn benötigt eine Stütze, damit er nicht abbricht. Alle Pflanzen, vor allem Kübelpflanzen, benötigen nun ausreichend Gießwasser, um zu gedeihen. Im Juni werden Astern, Löwenmäulchen, Wicken, Zinnien oder Tagetes gesät, auch zweijährige Pflanzen wie Stockrosen, Bartnelken, Stiefmütterchen oder Goldlack werden Ende des Monats gesät. Bei Läusebefall der Pflanzen hilft das Besprühen mit einem verdünnten Sud aus Schmierseife gegen das lästige Ungeziefer. Viele Gärtner:innen geben Nützlingen wie Maikäfern, Bienen, Florfliegen mit Insektenhotels eine Heimstätte für die natürlichen Schädlingsbekämpfer.
Von Anfang bis Mitte Juni kannst du Erdbeeren, Himbeeren, Radieschen, Karotten, Salat, Rettich, Erbsen und Frühkartoffeln ernten. Ebenfalls erntereif sind nun Mangold, Radicchio und Salat. Ab Juni sind die Kirschen reif. Etwa sieben Wochen dauert die Kirschenzeit. Nach den Süßkirschen folgen die Sauerkirschen. Sind die Bäume abgeerntet, werden die Zweige ausgelichtet. Für die Ernte im Spätsommer kannst du Zucchini, Sellerie, Kürbis, Porree und Tomaten pflanzen. Vor der Blüte werden jetzt Kräuter geschnitten, getrocknet oder eingefroren. Sie sind im Winter ein unverzichtbarer Teil zum Würzen. Für eine ausgiebige Ernte musst du weiterhin die Tomatenpflanzen ausgeizen, damit die ganze Kraft der Pflanze in die Früchte und nicht in die Blätter geht. Wichtig: die Kohlpflanzen auf Kohlfliegen überprüfen und eventuell mit einem Netz abdecken.  
Die Beerensträucher hängen nun voller Beeren und müssen gestützt und mit Netzen vor den Vögeln geschützt werden. Bis zum 28. Juni kann Rhabarber geerntet werden, danach ist er wegen der Oxalsäure zu bitter, auch die Spargelernte endet jetzt. Den Rasen musst du nun regelmäßig mähen. Dadurch wird er gestärkt und verdichtet. Ende Juni werden Hecken und immergrüne Gehölzpflanzen wie Buchsbaum, Lorbeer und Zypresse in Form geschnitten. 

JULI

Der Garten ist im Juli ein Blütenmeer. In den Beeten blühen die Stauden um die Wette. Stockrosen, Goldfelberich, Frauenmantel, Phlox, Lavendel oder Sonnenhut zeigen sich von ihrer schönsten Seite. Alle zwei bis vier Wochen solltest du die Sommerblumen während des Sommers düngen. Verblühtes schneidest oder knipst du ab, damit die Pflanzen die Kraft nicht in die Samenbildung, sondern in neue Blüten geht. Kübelpflanzen benötigen jetzt besonders viel Wasser. Vor allem, wenn ein leichter Sommerwind bläst, trocknet die Erde schnell aus. Ist der Rittersporn verblüht, schneidest du ihn in Bodennähe ab und düngst ihn. Meist treibt er noch einmal mit einer etwas kleineren Blüte aus. Die Erde zwischen den Pflanzen wird regelmäßig gehackt. Dadurch kann das Wasser tiefer eindringen, und der Boden bleibt feuchter. 
Hortensien ziehen jetzt besonders viel Wasser, so dass sie morgens und abends, im Kübel auch zwischendurch Gießwasser benötigen. Die ersten Rosenblüten sind bereits verblüht und werden unterhalb der welken Blüte zurückgeschnitten. Sie bilden bald neue Knospen. Düngen nicht vergessen! Jetzt im Hochsommer werden Pfingstrosen und Iris für die nächste Saison gepflanzt und Alpenveilchen oder Herbstzeitlose an einen schattigen Platz ins Beet gesetzt. Weiterhin werden die Tomaten ausgegeizt. Bei Hitze benötigen die Gurken jetzt sehr viel Wasser. Erntereif sind Rucola, Kopfsalat, Feldsalat oder Pflücksalat, Buschbohnen, Gurken, Zucchini, Frühkartoffeln, Tomaten, Rettich, Paprika. Spätestens jetzt kommen die Spätkartoffeln ins Gemüsebeet. Es ist Pflanzzeit für Eissalat, Grünkohl und Kohlrabi. Außerdem werden Karotten, Spinat, Buschbohnen, Salat sowie Rote Beete ausgesät. Die (essbaren) rosa Schnittlauchblüten werden regelmäßig abgeschnitten. 
Die Himbeeren sowie die Johannis- und Stachelbeeren sind nun reif. Damit die Vögel sich nicht an den Beeren gütlich tun, sollten sie vorher mit einem Netz abgedeckt werden. Der Rasen benötigt viel Wasser. Er wird am besten früh morgens gewässert, weil der Boden abends noch so warm ist und ein Großteil des Wassers verdunsten würde. Die Vogeltränke solltest du täglich reinigen, da sie von den Vögeln auch zum Baden genutzt wird. 

AUGUST

Viele Sommerblumen und Stauden sind mittlerweile verblüht. Deren Samen kannst du nun sammeln und in ein beschriftetes Papiertütchen füllen. Sie werden an einem dunklen, trockenen Ort aufbewahrt, bevor sie im nächsten Jahr ausgesät werden. Jetzt sorgen frisch gepflanzte Herbststauden für faszinierende Farbtupfer im Garten. Sie werden von Bienen, Hummeln und anderen Insekten umschwärmt. Jetzt kannst du auch die blaublühende Ballonblume pflanzen, eine blaublühende mehrjährige Staude. Ziergräser ziehen alle Blicke auf sich und geben deinem Garten eine Struktur. Auch im Pflanzkübel machen sie eine großartige Figur und lassen sich mit zahlreichen Pflanzen kombinieren. Auch sonst ist im Hochsommer einiges im Garten zu tun. Die verblühten Rosen solltest du beschneiden und düngen. Auch die verblühten Triebe des Lavendels werden abgeschnitten. Vorsichtig, nicht ins alte Holz schneiden! Der Blauregen, der nun sehr stark gewachsen ist, muss kräftig zurückgeschnitten werden, wenn sie nicht vom Zünsler befallen sind. Bevor sich das blühende Unkraut wie Giersch oder Ackerwinde durch Samenbildung vermehrt, wird es sorgfältig gejätet oder ausgegraben. 
Hochsaison herrscht im Gemüsebeet. Hier werden Bohnen, Erbsen, Mangold, Salate, Rucola oder Spinat geerntet. Auch Fenchel, Karotten, Kartoffeln, Rote Beete, Sellerie und vieles mehr sind erntebereit, zusammen mit zahlreichen Kohlsorten wie etwa Blumenkohl, Chinakohl, Kohlrabi oder Wirsing. Die Tomatenpflanzen werden nun geköpft, damit die ganze Kraft den Früchten zukommt. Ausgesät werden Spinat, Zwiebeln, Feldsalat, Kopfsalat oder Radieschen. Im August schneidest du Kräuter ab, bindets sie zu kleinen Sträußen und hängst sie zum Trocknen auf. Sie bilden einen wertvollen Vorrat für die Winterzeit. Die Erdbeeren können im August durch ihre Ausläuferwurzeln vermehrt werden: einfach abtrennen und einpflanzen. Im Naschgarten landen Blaubeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, oder Himbeeren im Körbchen oder gleich im Mund. Auch Birnen, Pflaumen, Mirabellen oder Zwetschen sind nun reif. Sie alle lassen sich prima zu Kuchen, Marmelade, Gelee oder Fruchtsalat verarbeiten. Selbstverständlich schmecken sie auch frisch von der Hand in den Mund. 
Die Sauerkirschbäume werden nach der Ernte kräftig zurückgeschnitten. Auch schnellwachsende Hecken und Sträucher wie Zypresse, Thuja, Lorbeerkirsche und Eberesche werden zurückgeschnitten. Der Rasen schneidest du jetzt im Hochsommer nicht zu kurz. Erfahrene Gärtner:innen belassen ihn auf einer Höhe von rund fünf bis sechs Zentimeter, damit der Boden nicht austrocknet. An trockenen Tagen kann der Rasenschnitt auch liegen bleiben. Er verhindert ein schnelles Verdunsten von Feuchtigkeit im Boden. Der Rasen wird nun gedüngt, auch ein Vertikutieren ist möglich.

SEPTEMBER

Es ist Dahlienzeit! Die blühenden Schönheiten mit den großen Blütenköpfen benötigen jetzt eine Stütze, um nicht umzuknicken. Auch Astern, Sonnenhut, Fetthennen, Hortensien und viele andere Blütenpflanzen verwandeln den frühherbstlichen Garten in ein Blütenparadies. Nicht fehlen dürfen Heidepflanzen in Beet oder Pflanzschalen. Und schon jetzt solltest du an das kommende Gartenjahr denken. Es können bereits Zwiebeln von Tulpen und Narzissen, Schneeglöckchen, Anemonen oder Hyazinthen in die Erde gesteckt werden. Auch Zwiebeln von Zierlauch kommen nun ins Beet. Aus der Erde hingegen kommen jetzt Gladiolen- und Freesienzwiebeln, die im Keller oder an einem anderen frostfreien Ort gelagert werden. Fuchsien und Geranien können jetzt übrigens mit Stecklingen vermehrt werden. 
Verblühte Stauden werden nun geteilt und umgesetzt. Dadurch werden sie verjüngt und treiben im nächsten Jahr kräftig wieder aus. Jetzt ist immer noch eine gute Gelegenheit, die Samen von den einjährigen Blumen in kleinen Papiertütchen zu sammeln. Samen von Kaltkeimer hingegen, wie Bergenie, Phlox, Eisenhut oder Taglilie, kommen vor dem Winter in die Erde, weil sie Frost zum Keimen benötigen. Der September ist außerdem ein idealer Zeitpunkt, Rosen zu pflanzen. Es empfiehlt sich, den Rosenstocken zuvor mehrere Stunden in einen Wassereimer zu stellen. Beim Einpflanzen muss darauf geachtet werden, dass sich die Veredelungsstelle mindestens fünf Zentimeter tief im Boden befindet. Pflaumen, Zwetschgen, Äpfel und Birnen sind erntereif. Auch Brombeeren sowie späte Himbeeren können gepflückt werden. Die Quitten werden reif. Sie verströmen einen wunderbaren Duft im Obstkorb! Auch im Gemüsegarten ist einiges zu tun: Rhabarber und Knoblauch sowie mehrjährige Kräuter werden nun gepflanzt. Noch bis Ende September werden Spinat, Radieschen und Feldsalat ins Freie gesät. Hochsaison herrscht für Tomaten, Kohlrabi, Paprika, Gurken, Bohnen, Rote Beete, Salate, Radieschen, Zucchini, Kartoffeln und Kürbis. Ist das Laub der Speisezwiebeln umgeknickt und vertrocknet, können die Zwiebeln geerntet werden. Zum Lagern hängst du sie am besten an einem luftigen und trockenen Platz auf. Auch die Kürbisse reifen nun heran. Die warmen Sonnenstrahlen machen ihr Fruchtfleisch schön süß. Die Früchte können bei trockenem Wetter noch ein wenig liegen bleiben und nachreifen. Wer möchte, erntet jetzt bereits einige Exemplare für die Deko. 

OKTOBER

Das bunte Laub von Ahorn- oder Amberbäumen und vielen anderen Gehölzpflanzen leuchtet in Rot, Gelb oder Orange und sorgt jetzt für fantastische Farbakzente. Das Gartenjahr nähert sich langsam dem Ende zu. Das bedeutet nicht, dass es keine Blumen mehr in den Beeten oder Balkonkästen gibt. Astern, Chrysanthemen, Erika, Dahlien, Herbstanemonen, Fetthennen, Sonnenhüte und Silberkerzen stehen in voller Blüte. Auch Vogelbeeren, Wilder Wein, Lavendel, Rosen, Ilex, Zaubernuss oder Hagebutten ziehen bewundernde Blicke magisch an. Jetzt können zudem vorgezogene Bartnelken, Stiefmütterchen oder Vergissmeinnicht gepflanzt werden. Wer seine Fuchsien oder Geranien überwintern möchte, schneidet die Pflanzen zunächst etwas zurück und deponiert sie im Keller oder an einem anderen dunklen Raum. Die letzten Dahlien werden ausgegraben und trocken gelagert. Außerdem wird es höchste Zeit, die Zwiebeln von Tulpe, Osterglocke, Krokus und vielen anderen Frühlingsblühern einzupflanzen, bevor es Frost gibt. Bei den Stauden bleiben verblühte Triebe und Samenstände über den Winter stehen. Sie sind für zahlreiche Insekten ein Rückzugsort und eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel und kleine Säugetiere. Der Herbst ist außerdem Pflanzzeit für Obstbäume, Beerensträucher, Ziersträucher, Hecken und Rosen. Da Quitte, Pfirsich und Aprikose frostempfindlich sind, pflanzt du sie am besten im Frühjahr. Dann haben sie ausreichend Zeit, Wurzeln zu bilden und sich an ihren Standort zu akklimatisieren. Vorhandene Obstbäume werden zudem ausgelichtet.  
Im Gemüsebeet ist weiterhin Erntezeit angesagt. Die letzten Paprika, Tomaten, Karotten, Winterrettich, Porree, Chili und einige Salate werden geerntet, ebenso Fenchel, Steckrübe, Pastinake, Topinambur, Kohl, Knollensellerie und Rote Beete. Beim Rosenkohl wird nun der Haupttrieb abgezwickt. Erntereif sind zudem Äpfel und Birnen. Auch Hagebutten sind nun erntereif und lassen zu Marmelade oder Tee verarbeiten. Den Rasen befreist du regelmäßig von Laub, damit das Gras nicht verfault. Ende Oktober wird er noch einmal gemäht. Der Garten wird nun winterfest gemacht. Eine Mulchschicht in den Beeten schützt Pflanzen vor Kälte und Frost. Das Gartenwerkzeug, welches nun nicht mehr benötigt wird, wird gesäubert, eingeölt und an einem trockenen Ort deponiert. Die Wassertonnen werden geleert und die Pumpe aus dem Gartenteich entfernt. Im September/Oktober werden die Gartenmöbel nach dem Säubern abgedeckt oder verstaut. Kälteempfindliche Pflanzen und Kübelpflanzen erhalten einen Winterschutz, z. B. einen Jutesack, übergestülpt. Die Kübel sollten nicht direkt auf dem Boden stehen, sondern auf kleinen Füßchen. Oleander, Schmucklilien, Zitrusfrüchte, Bougainvillea und Wandelröschen müssen frostfrei an einem geschützten Platz (unbeheizter Kellerraum, Garage, Treppenhaus oder Wintergarten) überwintern.

NOVEMBER

Viele Gehölze haben sich jetzt ihres Blattkleides entledigt. Jetzt muss mit Frösten gerechnet werden. Daher laufen nun vor dem Winter die Vorbereitungen, um den Garten winterfest zu machen. Allerdings blühen jetzt vielfach noch Astern, Winterduftschneeball, einige Rosen, Geißblatt, Glockenheide, Ilex oder etwa Winterjasmin. Den ganzen Winter bringen die grünen, orangefarbenen oder dunklen Blätter des Purpurglöckchens herrliche Farbtupfer in Beet und Pflanzkübel. 
An frostfreien Tagen kannst du noch Blumenzwiebeln in die Erde setze. Zauberhaft sehen im Frühling Kübel aus, die schichtweise mit Frühlingsblühern bepflanzt sind. So folgen einer Lage mit Tulpenzwiebeln Narzissen, dann Hyazinthen. Zum Schluss kommen Krokusse hinein. Auch Sträucher oder Rosen können noch in den frostfreien Erdboden. Ziergräser bindest du über den Winter zusammen und schneidest sie erst im Frühjahr bodennah ab. An frostfreien Tagen müssen auch die letzten Dahlienknollen und andere empfindliche Zwiebeln aus der Erde. Falls dein Rasen nach dem Mähen im Oktober noch gewachsen ist, wird er nun zum letzten Mal in diesem Jahr gemäht. Das Laub kann kompostiert oder in einer Gartenecke verteilt werden, zum Beispiel als Winterquartier für Igel. Du kannst es auch prima als Kälteschutz für Rosen oder andere empfindliche Pflanzen nutzen. Obstbäume schützt du jetzt mit Leimringen. Am besten bringst du sie in rund 120 Zentimetern Höhe am Stamm an, um Schädlinge fernzuhalten. Im Gemüsegarten werden Kürbis, Lauch, Feldsalat oder Radicchio geerntet, ebenso Fenchel, Rettich, Pastinake Rote Beete, Steckrübe, Broccoli, Rosenkohl (nach dem ersten Frost), Blumenkohl oder Chinakohl. Auch Winteräpfel und Birnen landen nun im Körbchen. Wenn du es bisher noch nicht geschafft hast, dann entleere jetzt den Gartenschlauch und schütze Wasserleitungen und Wasserhähne im Außenbereich. Jetzt werden auch die Vogelhäuschen aufgestellt. Am besten fütterst du die gefiederten Freunde, wenn das Nahrungsangebot in der freien Natur knapp ist oder es draußen friert. Über deinen Gartenteich solltest du ein Netz spannen, damit keine Blätter hineinfallen. Gelagerte Kartoffeln, Äpfel und Birnen müssen regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls aussortiert werden.

DEZEMBER

Am 4. Dezember werden traditionell Barbarzweige geschnitten. Es sind in der Regel Obstzweige, die in die Vase kommen und Weihnachten dann herrlich blühen. Perfekt geeignet sind Kirsch- und Pflaumenzweige. Auch Mandelbaumzweige, Jasmin, Zaubernuss und Forsythien öffnen ihre wunderschönen Blütenknospen und sind ein aparter Blickfang. Auch wenn die meisten Pflanzen im Dezember Winterruhe halten, gibt es einiges im Garten und für den Garten zu erledigen. Noch im Dezember kannst du Kaltkeimer säen und bei frostfreiem Wetter Bäume, Stauden oder Sträucher pflanzen. Frisch gepflanzte oder empfindliche Gewächse schützt du mit einer Mulchschicht. Bei Kletterrosen oder Hochstämmchen wird der Winterschutz angebracht und der Winterschnitt bei den Obstbäumen vollzogen. Rosenkohl, Pastinake und Grünkohl kannst du nun nach Bedarf ernten. Rosmarin und andere empfindliche Pflanzen wie Kamelien werden mit einem Netz oder mit Fichtenästen vor der Wintersonne geschützt. Denke daran, das gelagerte Obst oder Gemüse regelmäßig auf Fäulnis oder Druckstellen zu kontrollieren. Jetzt ist es außerdem an der Zeit, den Komposthaufen umzusetzen und die unterschiedlichen Schichten zu mischen. Stumpfe Rasenmähermesser oder Gartenscheren solltest du am besten jetzt zum Schleifen geben. Auch elektrische Gartengeräte sollten nun auf ihre Funktionalität hin überprüft werden. Wichtig: Dein Gartenteich muss nun vor Eis und Frost mit speziellen Eisfreihaltern geschützt werden. Immergrüne Pflanzen verdunsten auch während der Wintermonate über ihre Blätter Wasser. Sie können daher an trockenen sonnigen und frostigen Tagen vertrocknen, da die Wurzeln im gefrorenen Boden kein Wasser ziehen können. Die Pflanzen benötigen an frostfreien Tagen daher ausreichend Gießwasser. Da die meisten Beete nun kahl und die Bäume ihr Blattkleid verloren haben, ist die Struktur deines Gartens nun deutlich zu erkennen. Das ist der passende Moment für dich, um die neue Gartensaison zu planen. Es macht Spaß, in Gartenmagazinen zu blättern und sich inspirieren zu lassen, ob für neue Beete, für neue Gartenwege oder für eine neue Gartenbeleuchtung. Jetzt wird auch das Saatgut bestellt, Gartengeräte werden repariert und fachgerecht deponiert und last but not least solltest nun zum Beispiel Gartenkataloge bestellen oder voller Vorfreude auf die neue Saison studieren. Denke daran, dass deine Zimmerpflanzen im Winter aufgrund der trockenen Heizungsluft und wegen des Lichtmangels geschwächt und anfällig für Schädlinge wie etwa Spinnmilben sind. Wichtig ist deshalb eine ausreichende Luftfeuchtigkeit in den Räumen und ein heller Standort.