Igel aus Mürbeteig
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Versüße den Herbst mit Igel-Keksen aus Mürbeteig

Mit Mürbeteig stehen viele Hobby-Bäcker:innen auf Kriegsfuß, denn obwohl dieser aus wenigen Zutaten besteht, gibt es bei der Herstellung einiges zu beachten, damit er gelingt. Ist dir ein glatter, gut formbarer Mürbeteig gelungen, kannst du damit aber wundervolle Gebäcke machen – wie diese niedlichen Igel.

Das von uns verwendete Mürbeteig-Rezept ist ein echter Klassiker und stand schon zu Großmutters Zeiten in nahezu jedem Backbuch. Mürbeteig wird auch „1-2-3-Teig“ genannt – und das aus einem einfachen Grund: Das Verhältnis der Zutaten steht genau in diesem Verhältnis. In unserem Fall 100 g Zucker, 200 g Butter und 300 g Mehl. Dazu kommt ein Ei. Optional kann man zu diesem Grundrezept eine Prise Salz hinzugeben und auch etwas Vanille macht sich gut.

Am besten bereitest du den Mürbeteig bereits am Vortag zu und lässt ihn (in Frischhaltefolie oder einer ökologischen Alternative) im Kühlschrank ruhen oder gönnst ihm nach dem Herstellen wenigstens eine halbe Stunde Ruhe im Kühlschrank. Bei der Zubereitung des Teigs können größere Kinder oder Teenager helfen. Weil hierbei Geschwindigkeit gefragt ist, sollten kleinere Kinder lieber erst nach dem Backen beim Verzieren helfen. Es wäre doch zu ärgerlich, wenn der Teig nicht gelingen oder das gemeinsame Backen in Stress ausarten würde.

Wenn du statt hellen Igeln lieber braune haben willst, ersetze einfach 10 Prozent des Mehls durch Backkakao. Auch bei der Verzierung bist du frei – statt dunkler Kuvertüre und Schokostreuseln kannst du beispielsweise helle Kuvertüre oder Zuckerguss und bunte Streusel oder Mandelsplitter verwenden.

Zutaten für den Teig

  • 100 g Zucker (alternativ Puderzucker oder Rohrzucker)
  • 200 g Butter, kalt
  • 1 Ei (Gr. M)
  • 300 g Mehl (Type 405)
  • optional: 1 Pck. Vanillezucker oder 1 TL Vanillepaste, 1 Prise Salz

Zutaten für die Verzierung

  • 200 g Kuvertüre (Zartbitter)
  • 50 g Schokostreusel (Zartbitter)
  • (optional/alternativ) helle Kuvertüre, Zuckerguss, bunte Streusel, Mandelsplitter, Kokosraspel o. ä.
Igel Rezept backen

Zubereitung

  1. *Zucker und kalte, klein gewürfelte Butter möglichst schnell verrühren – sodass die Butter nicht zu weich wird. Nun das Ei dazugeben und kurz mit verrühren erst jetzt das Mehl (und optional Vanillezucker/Vanillepaste und Salz). Zum Verkneten kannst du die Hände oder ein Handrührgerät bzw. eine Küchenmaschine mit Knethaken (nicht Rührhaken) verwenden. Achte darauf, dass sich alle Zutaten gut verbinden, aber knete dennoch nicht zu lange. Den glatten Mürbeteig flach ausrollen (so kann das Fett besser auskühlen) und im Kühlschrank kalt stellen (mind. 30 Minuten, besser über Nacht).
  2. Nach dem Ruhen des Teigs den Backofen – ohne Backblech darin – auf 200 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
  3. Währenddessen den Teig noch einmal kurz (!) kneten – eventuell noch etwas Mehl dazugeben. Der Teig sollte sich gut formen lassen und nicht zu weich oder klebrig sein.
  4. Den Teig nun zu einer Rolle mit etwa 3 cm Durchmesser formen, davon etwa 3 cm breite Scheiben abschneiden, diese zu Kugeln formen, dann etwas flach drücken und an einer Seite „Schnäuzchen“ ausarbeiten. Auf ein – mit Backpapier (oder einer ökologischen Alternative) ausgelegtes – Backblech legen. Größere Kinder und Teenager können die Igel schon selbst formen, kleinere Kinder benötigen vermutlich Hilfe – da auch an dieser Stelle der Teig nicht zu lange geknetet bzw. in den warmen Händen geformt werden sollte.
  5. Für etwa 15 Minuten auf mittlerer Stufe backen.
  6. Igel-Rohlinge vor der Weiterverarbeitung komplett erkalten lassen.
  7. Kuvertüre im Wasserbad schmelzen.
  8. Schokostreusel in eine Schüssel füllen.
  9. Igel mit den „Rücken“ in die Kuvertüre tunken und in Schokostreuseln wälzen.
  10. Mit einer Spritztüte (oder einem Holzstab) mit Kuvertüre Augen und Nase malen.
  11. Kuvertüre abkühlen lassen. Fertig. 🙂

*Hinweis: Achte bei Schritt 1 unbedingt darauf, dass du die Zucker-Butter-Ei-Mischung nicht zu lange rührst – da der Teig ansonsten später beim Backen zerlaufen könnte. Statt kleiner Igel hättest du dann vermutlich flache Kekse. Auch wenn das Mehl bereits beigemengt ist, solltest du den Teig nicht zu lange kneten – dadurch könnte er „brandig“ werden und bei der Verarbeitung zerfallen oder auch zäh und sich beim Backen zusammenziehen/verformen.

Rebecca Sommer

Rebecca Sommer hat nach ihrem Studium ein Volontariat bei einer Tageszeitung absolviert und war als Redakteurin und Buchautorin für diverse Verlage und Medien tätig. Heute arbeitet die vierfache Mutter als Geschäftsführerin der nachhaltigen Werbeagentur between und leitet das Projekt Naturkind. Mit ihrer Familie lebt die 34-Jährige in Hamburg.