“Jeder kann Gutes tun” – davon ist die Ecosia GmbH überzeugt und geht mit gutem Beispiel voran. Alle 0,8 Sekunden pflanzt das Unternehmen, das 2009 eine alternative Suchmaschine entwickelt hat, einen Baum. Möglich macht das eine weltweite Community.

Die meisten Menschen hierzulande nutzen in ihrem Alltag regelmäßig Onlinesuchdienste. Viele sind skeptisch: Was passiert mit den Daten der Nutzer*innen? Herkömmliche Dienste verkaufen diese oftmals an Werbeträger*innen und verwenden zudem Tracker von Drittanbietern. Für Ecosia kommt das nicht in Frage. Weder werden Daten verkauft, noch Tracker von Drittanbietern verwendet. Eigene Analysetools können Nutzer*innen mit der Option “Do Not Track” ganz einfach deaktivieren. Suchanfragen werden verschlüsselt und binnen einer Woche anonymisiert. Transparenz wird bei Ecosia groß geschrieben, auch wenn es um die Einnahmen sowie die Verwendung des Gewinns geht. Auf der Unternehmenswebsite wird darüber im Detail aufgeklärt und sind Finanzberichte einsehbar.

Ecosia ist ein Social Business

Die Ecosia GmbH versteht sich als Kreuzung aus einem gemeinnützigen und einem gewinnorientierten Unternehmen und erklärt: “Unser Ziel ist es unser Unternehmen auszuweiten und es so leistungsstark und gewinnbringend wie möglich zu gestalten. Aber anstatt unserem CEO aus den Gewinnen ein riesiges Gehalt zu zahlen, oder Dividenden an Aktionäre auszuzahlen, werden sie zur Finanzierung von Aufforstungsprojekten eingesetzt.” Geld verdient die Suchmaschine durch Klicks auf gekennzeichnete Werbeanzeigen, welche neben den Suchergebnissen angezeigt werden. Eine weitere, jedoch aktuell noch kleine Einnahmequelle ist der eigene Onlineshop von Ecosia – doch auch dieses Geld wird wieder sinnvoll investiert. So können beispielsweise durch ein verkauftes T-Shirt 20 Bäume gepflanzt werden. Wie viele Bäume durch Suchanfragen gepflanzt werden können, erkennen Nutzer*innen durch einen persönlichen Zähler in der rechten oberen Ecke der Website. “Es braucht durchschnittlich 45 Suchanfragen, um einen Ecosia-Baum zu finanzieren”, erklärt das Unternehmen.

Wo werden Bäume gepflanzt?

Mehr als 20 Baumpflanzprojekte in 15 verschiedenen Ländern werden von Ecosia unterstützt. In Peru, Brasilien, Madagaskar, Nicaragua, Haiti, Kolumbien, Marokko, Senegal, Burkina Faso, Ghana, Äthiopien, Uganda, Kenia, Tansania und Indonesien konnten bis heute beinahe 70 Millionen Bäume gepflanzt werden . Um dies möglich zu machen, arbeitet Ecosia mit lokalen Partnern zusammen, die sich vor Ort um die Bäume kümmern können.

Woher nimmt Ecosia die Suchergebnisse?

Die Suchergebnisse bei Ecosia stammen von Bing. Bing stammt aus dem Hause Microsoft und ist in den USA die zweitgrößte Suchmaschine, nach Google. Ecosia nutzt die Suchtechnologie von Bing und macht diese, laut eigenen Angaben, mit einem eigenen Algorithmen noch effizienter. Microsoft hat sich 2012 freiwillig dazu verpflichtet, kohlenstoffneutral zu arbeiten – und das gilt auch für seine Suchmaschine Bing.

So kannst DU surfend Bäume pflanzen: Nutze künftig die Suchmaschine Ecosia.org

Bilder: Ecosia GmbH