Blut spenden wichtig
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„Leute, bitte geht Blut spenden.“

Jeden Tag werden in Deutschland rund 15.000 Blutspenden benötigt. Doch die Bereitschaft zur Blutspende nimmt in der Bevölkerung rapide ab. Das kann schwerwiegende Folgen haben. Warum du Blut spenden solltest und was dich dabei erwartet…

Heute, am Weltblutspendetag, möchte ich von Herzen DANKE sagen. An die Blutspender:innen die genau zu dieser Zeit vor 22 Jahren mein Leben gerettet haben. Bei einem schweren Autounfall im Familienurlaub habe ich damals innere Verletzungen erlitten und musste kurz danach operiert werden. Mein Blutverlust war hoch. Mein Zustand kritisch. Ohne eine Bluttransfusion wäre ich gestorben. Kurz vor meinem zwölften Geburtstag.

Während es damals für viele Menschen selbstverständlich war, regelmäßig zur Blutspende zu gehen, ist die Zahl der Blutspenden heute auf einem gefährlichen Rekordtief. Krankenhäuser schlagen Alarm – die Blutkonserven werden knapp! In einigen Krankenhäusern decken sie den Bedarf schon jetzt nicht mehr. Die fehlenden Spenden müssen über Blutspendedienste eingekauft werden. Doch auch diese melden einen Rückgang der Spendenbereitschaft.

Blut rettet Leben

Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) werden in Deutschland täglich 15.000 Blutspenden benötigt. Sie werden für die Versorgung von Unfallopfern, während Operationen und der Behandlung einiger schwerer Krankheiten eingesetzt. In jedem Alter kann jeder Mensch unverhofft auf eine Bluttransfusion angewiesen sein.

Leute, bitte geht Blut spenden.
Blut rettet Leben!

Rebecca Sommer

Ich war elf Jahre alt und mit meiner Familie gerade im Nordsee-Urlaub. Wir wollten mit dem Auto zu einem Tagesausflug fahren, als auf einer Landstraße ein anderes Auto von seiner Spur abgekommen und frontal in unseres gefahren ist. Mit einem Rettungshubschrauber hat man mich in ein Krankenhaus gebracht und die folgenden Tage auf der Intensivstation und im OP um mein Leben gekämpft. Als ich einige Zeit später aus dem Koma aufgewacht bin und realisiert habe, was passiert ist, habe ich große Dankbarkeit empfunden. Den Ersthelfer:innen, Ärzt:innen und Assistent:innen gegenüber – aber auch den Blutspender:innen, ohne die mein Blutverlust nicht hätte ausgeglichen werden können. Ohne die ich gestorben wäre.

Noch heute erinnert mich eine 30 Zentimeter lange Narbe, die vertikal über meinen gesamten Bauch verläuft, täglich daran. Und ich kann es nicht oft genug sagen: „Leute, bitte geht Blut spenden. Blut rettet Leben!“

Wer kann Blut spenden?

Wenn du unsicher bist, ob du als Spender:in in Frage kommst, solltest du dich von medizinischem Fachpersonal beraten lassen. Du solltest volljährig und gesund sein, eine Schwangerschaft ausschließen können, gerade nicht stillen und in den letzten zwölf Monaten nicht entbunden haben. Als (biologische) Frau darfst du höchstens viermal, als (biologischer) Mann sechsmal im Jahr Blut spenden. Zwischen den einzelnen Terminen sollten mindestens acht (besser 12) Wochen liegen. Es gibt zudem sogenannte Sperrfristen, beispielsweise nach einer Tätowierung, dem Stechen eines Piercings oder sexuellem Kontakt zwischen zwei (biologischen) Männern. Wieso, weshalb, warum erklärt Quarks in diesem Beitrag leicht verständlich.

Wie läuft eine Blutspende ab?

Informiere dich, ob du bei einem Krankenhaus in deiner Nähe direkt Blut spenden kannst. Spendest du bei einem Blutspendedienst, nimmt dein Blut einen Umweg und wird an ein Krankenhaus verkauft. Bei einigen Organisationen solltest du genau hinsehen.

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Für deinen Blutspendetermin solltest du etwa eine Stunde einrechnen. Vorher isst und trinkst du etwas. Zum Termin bringst du deinen Personalausweis mit. Zunächst werden dir mit einem Piks in den Finger einige Tropfen Blut für eine Untersuchung abgenommen. Die Ergebnisse werden direkt mit dir besprochen. Wenn alles in Ordnung ist, kann es losgehen. Während der Blutentnahme sitzt oder liegst du bequem. In der Regel werden dir etwa 450-500 Milliliter Blut entnommen, was etwa zehn Prozent des gesamten Blutvolumens entspricht. Anschließend solltest du dir eine etwa 10-15-minütige Ruhepause und einen kleinen Snack gönnen. Danach empfiehlt sich eine eisenreiche Mahlzeit.

Rebecca Sommer

Rebecca Sommer hat nach ihrem Studium ein Volontariat bei einer Tageszeitung absolviert und war als Redakteurin und Buchautorin für diverse Verlage und Medien tätig. Heute arbeitet die vierfache Mutter als Geschäftsführerin der nachhaltigen Werbeagentur between und leitet das Projekt Naturkind. Mit ihrer Familie lebt die 34-Jährige in Hamburg.