Weihnachtszeit ist Spendenzeit – so kannst du mit Sachspenden helfen

Sachspenden wohin?
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Du möchtest gerne etwas spenden, weißt aber nicht, an wen und was? Wir haben ein paar Ideen gesammelt. Auch wenn du gerade knapp bei Kasse bist, kannst du etwas Gutes tun – denn nicht immer sind Geldspenden gefragt und oft kannst du mit Dingen, die ohnehin ausrangieren willst, anderen eine Freude machen.

Bevor die besinnliche Adventszeit beginnt, kannst du nochmal so richtig aufräumen. Am besten hilft die ganze Familie dabei mit und ihr lasst euch mehrere Tage Zeit. Schnappt euch ein paar Kisten und Säcke und sortiert die Dinge, die ihr nicht mehr haben wollt nach Kategorien:

  • Müll
  • Muss zunächst repariert/gewaschen werden
  • Soll verkauft werden
  • Soll verschenkt werden

Dann überlegt euch, wohin ihr die Dinge, die ihr verschenken wollt, bringen könnt. Wenn ihr keine Idee habt, schaut doch mal auf der Website wohindamit.org vorbei – dort könnt ihr herausfinden, welche Einrichtung in eurer Nähe Sachspenden dankend entgegennimmt.

An wohnsitzlose Menschen

Obwohl wir in einem Sozialstaat leben, fallen einige Menschen durchs System. Sie haben keinen festen Wohnsitz und sind auf Spenden angewiesen. Es gibt Organisationen, die Spenden entgegennehmen und verteilen, du kannst aber auch direkt auf eine Person zugehen, die offensichtlich Hilfe braucht und sie fragen, was du ihr Gutes tun kannst. Kleidung, Schuhe, ein Rucksack, eine Decke, ein Schlafsack, eine Taschenlampe (oder Batterien dafür), ein Erste-Hilfe-Set, Hygieneartikel, Lebensmittel? Die Bedürfnisse sind unterschiedlich. 

An Sozialkaufhäuser

In vielen Städten gibt es sogenannte Sozialkaufhäuser, in denen sich Empfänger:innen von Sozialleistungen oder Geringverdienende mit Dingen des täglichen Lebens eindecken können. Kleidung, Spielsachen, Möbel, Elektrogeräte, Dekogegenstände, Heimtextilien, Küchenutensilien, Sportgeräte, Fahrräder, Kinderwagen, Rollatoren, Krücken und vieles mehr kann man hier finden. Sozialkaufhäuser sind auf Spenden angewiesen. Diese sollten in einem guten Zustand sein.

An geflüchtete Menschen

Zahlreiche Menschen fliehen jedes Jahr aus ihrer Heimat und hoffen, bei uns ein sicheres Zuhause zu finden. Ihr Hab und Gut mussten sie zurücklassen und haben meist nicht mehr als die Kleidung, die sie tragen und wenige Gegenstände im Handgepäck. Sie brauchen für ihren Start in ein neues Leben im Grunde alles. Wenn du geflüchteten Menschen mit einer Sachspende helfen willst, kannst du direkt an eine Flüchtlingsunterkunft in deiner Nähe wenden – vorher anrufen oder zu den Bürozeiten an der Anmeldung vorbeigehen und nachfragen, welche Dinge besonders dringend benötigt werden.

An Kindergärten oder Schulen

Nicht nur private und kirchliche, auch staatliche Einrichtungen freuen sich über Spenden – beispielsweise gut erhaltene Kinderbücher, Spielsachen für drinnen und draußen oder Bastelmaterialien (auch Reste). Am besten vor Ort nachfragen, was aktuell gebraucht wird.

An sozial benachteiligte Kinder

Einrichtungen wie die Arche setzen sich in ihrer täglichen Arbeit vor allem für sozial benachteiligte Kinder ein. Gerade zur Weihnachtszeit freuen sie sich über Sachspenden, welche sie als Geschenke an die Kinder übergeben können. In einigen Einrichtungen schreiben die Kinder Wunschzettel, welche man sich nach Absprache vor Ort abholen kann. Aber auch das übrige Jahr über freuen sich Einrichtungen wie die Arche über Sachspenden – von haltbaren Lebensmitteln über Hygieneartikel und Waschmitteln bis hin zu Kleidung, Spielzeug und Haushaltswaren.

An Tierheime und Gnadenhöfe

Tierheime und Gnadenhöfe sind zwar auf Geldspenden angewiesen, nehmen häufig aber auch dankend Sachspenden entgegen – beispielsweise spezielles Tierfutter oder Tierzubehör wie Näpfe, Leinen, Körbchen oder Spielzeug. 

Rebecca Sommer

Rebecca Sommer hat nach ihrem Studium ein Volontariat bei einer Tageszeitung absolviert und war als Redakteurin und Buchautorin für diverse Verlage und Medien tätig. Heute arbeitet die vierfache Mutter als Geschäftsführerin der nachhaltigen Werbeagentur between und leitet das Projekt Naturkind. Mit ihrer Familie lebt die 34-Jährige in Hamburg.