Vegane Ernährung für Kinder – geht das?2018-11-18T16:23:14+00:00

Vegane Ernährung für Kinder – geht das?

Kategorie: Ernährung  I  Autor: Onlineredaktion  I  Datum: 01.11..2018

Vegane Ernährung Kinder

Veganer verzichten, meist aus ethischen Beweggründen, auf alle tierischen Produkte. Bei ihnen kommen weder Fleisch noch Fisch und auch keine tierischen Milchprodukte, keine Eier und kein Honig auf den Tisch. Auch Produkte, die Gelatine enthalten werden von Veganern nicht gegessen oder getrunken. Im Nonfoodbereich verzichten Veganer etwa auf Produkte aus Leder, Fell, tierischer Wolle, Daunen oder Bienenwachs. Für die meisten Veganer ist ihr Lebensstil alternativlos und so haben viele den Wunsch, auch ihre Kinder vegan zu ernähren. Doch ist das überhaupt möglich und gesundheitlich unbedenklich?

Vegane Ernährung von Kindern möglich

Für das Wachstum und die Entwicklung von Babys und Kindern ist eine Vielzahl an Nährstoffen essentiell. Diese können mit einer veganen Ernährung aufgenommen werden, wenn diese bewusst ausgewogen ist. Es reicht nicht aus, einfach die tierischen Produkte wegzulassen und nur Beilagen zu essen. Eltern sollten sich deshalb genau informieren, welche pflanzlichen Lebensmittel auf der Speisekarte ihrer Kinder stehen sollten. Die meisten Nährstoffe lassen sich in ausreichender Menge über pflanzliche Kost aufnehmen. Eine Ausnahme stellt das Vitamin B12 dar. Dieses kann nicht ausreichend über pflanzliche Lebensmittel aufgenommen werden. Es muss deshalb bei veganen Kindern zugeführt werden – etwa in Form von B12-Präparaten. Hierüber sollte der Kinderarzt / die Kinderärztin entscheiden. Regelmäßige Blutbilduntersuchungen können sinnvoll sein und so manchen Fachmann / so manche Fachfrau staunen lassen. Die Wahl einer „veganfreundlichen“ Praxis ist ratsam und erspart nervenaufreibende Diskussionen. Denn noch immer sind viele „Fachleute“ der Überzeugung, dass Kuhmilch starke Knochen und Fleisch klug macht.

Generation Fast Food: Chicken Nuggets sind okay, veganes Essen nicht?!?

Kinder, die zu Hause überwiegend mit Fast Food, Softdrinks und Süßigkeiten ernährt werden, fallen nicht weiter auf. Die wenigsten Erzieher*innen oder Lehrer*innen würden sich wagen, jene Eltern zu tadeln. Dass Eltern mit ihren Kindern am Wochenende zum „goldenen M“ pilgern, ist ein Anblick, an den sich die Gesellschaft gewöhnt hat. Dass man Kindern an der Supermarktkasse einen Lolli in die Hand drückt, ist normal. Dass schon Babys durch Fleischprodukte Antibiotika und durch Fisch Methylquecksilber aufnehmen, wird nicht weiter hinterfragt.
Bekennen sich vegane Eltern zu ihrem Lebensstil, ist die Aufregung jedoch oftmals groß. Argumente wie: „Du kannst deinem Kind nicht deinen Lebensstil aufzwingen“, oder: „Da ist ein Nährstoffmangel vorprogrammiert“, müssen sie sich oft anhören. Auch die Versuche von Bekannten und Verwandten, dem „armen Kind“ mal „etwas Ordentliches“ aufzutischen, kennen viele vegane Eltern. Wer sich entscheidet, sein Kind vegan zu ernähren, sollte sich dessen bewusst sein und sich gar nicht erst auf Diskussionen einlassen. Auch wenn es verlockend ist, diese Momente zu nutzen, um die Nichtwissenden aufzuklären, ist es meist nur verschwendete Energie. Diese sollte man sich lieber sparen und in das Ausprobieren neuer Rezepte stecken. Denn spätestens, wenn die Kleinen eine Phase haben, in der sie Gemüse ablehnen, ist Kreativität gefragt, um eine ausreichende Nährstoffversorgung zu gewährleisten.

Einen ausführlichen Beitrag zum Thema „Vegane Kinderernährung – wie geht es richtig?“,
findest du auf der Website der Tierschutzorganisation PeTA: https://www.peta.de/veggiekinder

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