XLETIX Kids ist ein Hindernislauf, der jährlich in Deutschland und der Schweiz stattfindet und an dem Familien mit Kindern zwischen 5 und 15 Jahren teilnehmen können. Es wird gerannt, geklettert, gerutscht – es wird nass, matschig und vor allem lustig! Weder Zeit noch Können stehen bei diesem Event im Vordergrund, sondern Teamarbeit und Bewegung in der Natur. Naturkind Rebecca hat mit ihrer Familie teilgenommen und erzählt hier von ihren Erfahrungen.
Tipp vorab: Wer bei XLETIX Kids dabei sein will, sollte rechtzeitig buchen! Der Hindernislauf ist inzwischen so beliebt, dass die Plätze in vielen Städten schnell ausgebucht sind. Wir konnten uns schon einige Monate vor dem Event vier Startplätze in Offenbach sichern und hatten so genug Zeit für die Vorbereitung.
Die Vorbereitung auf XLETIX Kids
Auch wenn man kein:e Profisportler:in sein muss, um ins Ziel zu kommen: Eine gewisse Vorbereitung ist absolut sinnvoll. Vor allem Familien, die das erste Mal teilnehmen, können schon Wochen vorher spielerisch das Klettern und Balancieren üben und ihre Kondition trainieren.
Wir haben das einfach in unseren Alltag eingebaut:
- Bewusste Ausflüge auf den Spielplatz und in den Wald.
- Kleine Sprints auf dem Weg in den Kindergarten.
- Zwar kann man auch gemütlich von Hindernis zu Hindernis spazieren – mit etwas Sportsgeist macht es aber noch mehr Spaß!
Manche Kinder kostet es Überwindung, durch die kühlen und matschigen Wasser-Hindernisse zu gehen. Auch das lässt sich üben: Wir waren regelmäßig in einer Wassertretanlage, haben im Schwimmbad den Kopf unter Wasser getaucht und sind dort extra viel gerutscht.
Weil die reine Beschreibung für unsere Kinder zu abstrakt war, haben wir ihnen vorab Fotos und Videos aus den Vorjahren auf der Website und Social Media gezeigt. Das hat die Vorfreude riesig gesteigert!
📸 Schaut euch gern auf Instagram DIESES VIDEO zur Inspiration an.



Der Ablauf vor Ort: Von der Parkplatzsuche bis zum Start
Ein Park-Ticket vorab zu kaufen, halte ich für absolut sinnvoll. Je nach Veranstaltungsort parkt man sonst zu weit weg – und nach dem Lauf kann das für kleine, müde Beine anstrengend sein. In Offenbach waren die Parkplätze nah am Parcours, top beschildert und mit Einweiser:innen besetzt.
Am Einlass brauchten wir:
- Die Teilnahme-Tickets
- Die unterschriebenen Einverständniserklärungen (online ausdrucken oder vor Ort ausfüllen)
- Die Personalausweise der Erwachsenen
Dann gab es für alle Stirnbänder (Blau oder Rot, je nach Distanz) und Armbänder. In einem großen Zelt konnten wir unser Gepäck abgeben, das mit Bändern gekennzeichnet wurde. Bei der Abholung wird streng kontrolliert – so kommt in der Regel nichts weg.
Vor dem Start haben wir noch Erinnerungsfotos an den Foto-Ecken gemacht, etwas getrunken und sind 15 Minuten vor unserer Startzeit zum Startpunkt gegangen. Wer von Ankunft bis Start mehr Zeit hat, kann noch die Partnerstände besuchen – teilweise mit tollen Bastelaktionen für Kinder.
Nach einem lustigen, kindgerechten Warm-up und der Regeleinweisung ging es los: Durch eine Nebelmaschine flitzten alle unter Jubel ins erste Schlammbecken! Die Hindernisse im Wald waren super abwechslungsreich (Klettern, Rutschen, Krabbeln, Tauchen). Das Beste: Kein Hindernis ist ein Muss. Man kann Hindernisse beliebig auslassen und einfach weitergehen.
Unterwegs gab es professionelle Fotograf:innen (wer nicht fotografiert werden wollte, bekam ein Stirnband mit einem „X“) und eine Verpflegungsstation mit frischen Kiwis und Trinkwasser. Nach dem letzten Hindernis – einer aufgeblasenen XXL-Rutsche – führte der Weg ins Ziel, wo auf jeden eine Medaille wartete. Danach ging es zurück zum Platz mit Duschen, Toiletten und Essensständen. Je nach gewählter Distanz und eigenem Tempo sollte man etwa 1 bis 2,5 Stunden für den Hindernislauf einrechnen.





Packliste: Was im Gepäck nicht fehlen sollte
Das Event ist super organisiert. Im Ticketpreis in Offenbach waren bereits für jede:n ein Müsliriegel, Kiwis, Wasser satt und eine Limo enthalten. Trotzdem solltet ihr eigene Snacks und Getränke einpacken. Bei kühlem Wetter wirkt ein warmer Kakao nach dem Lauf Wunder!
Unsere Must-haves in der Tasche:
- Handtücher & Wechselkleidung (inkl. sauberer Schuhe)
- Große Müllsäcke für die nassen Schlammklamotten
- Wasserfester Beutel für Wertgegenstände (Gepäckabgabe erfolgt ohne Haftung)
- Für kühlere Tage: Decken, dicke Pullover und Kuschelsocken zum Aufwärmen
- Für sonnige Tage: Sonnencreme
- Taschentücher, Desinfektionstücher und ein paar Pflaster
TIPP: Lasst Wertgegenstände, auf die ihr verzichten könnt – wie Geldbörsen, den großen Schlüsselbund, Kopfhörer und eventuell auch mehrere Smartphones – im Auto.
Das passende Outfit
Der Veranstalter empfiehlt bequeme Turnschuhe und wetterangepasste Sportkleidung, die schmutzig und im Zweifel auch kaputtgehen darf. Beherzigt diesen Tipp! Sauber bleibt hier niemand.
Wir setzten auf Funktionskleidung, da sie schneller trocknet als Baumwolle. Lange Hosen sind perfekt, um aufgeschürfte Knie zu vermeiden. Die Schuhe sollten eine flexible, rutschfeste Sohle haben. Meine Sonnenbrille war übrigens nach zwei Minuten so verschlammt, dass ich sie wegpacken musste – die könnt ihr euch sparen.
💡 Cooler Insider-Tipp vor Ort: Eine andere Familie hatte ihren Kids Neoprenanzüge angezogen. Das ist bei kalten Temperaturen genial, da sie schnell trocknen und im kalten Wasser warmhalten. Das probieren wir nächstes Mal auch!
Was wir beim nächsten Mal anders machen (Unsere Learnings)
- Mehr Zeit einplanen: Der Veranstalter empfiehlt, 1,5 Stunden vor Start da zu sein. Wir kamen erst eine halbe Stunde vorher an – das war definitiv zu stressig. Plant auch für danach mehr Zeit zum Duschen, Essen und für die Bastelstände ein. Wir hatten nachmittags direkt den nächsten Termin, was im Nachhinein total schade war.
- Support mitnehmen: Beim nächsten Mal werden wir auf jeden Fall Oma und Opa oder Bekannte mitnehmen – allerdings nicht als Läufer:innen, sondern als Support am Wegesrand. Wir haben bei anderen Familien gesehen, wie praktisch das ist: Sie können mal ein kleineres Kind beaufsichtigen, während die Eltern mit den Größeren die schweren Hindernisse rocken. Sie reichen Wasser, Pflaster oder gehen kurz mit einem der Kids zum WC. Unsere große Tochter hat leider schnell gefroren und musste nach dem dritten Hindernis abbrechen. Zum Glück trafen wir Bekannte, die als Zuschauer mit ihr im Zielbereich gewartet haben, sonst hätte auch einer von uns Eltern abbrechen müssen.
- Die Streckenkarte vorher genau studieren: Es gibt zwei Streckenlängen. Weil sich Abschnitte überschneiden und die bunten Pfeile manchmal verwirrend waren, haben wir uns prompt verlaufen und teilweise falsche Hindernisse genommen. Mein Tipp: Die übersichtliche Karte des Veranstalters vorher genau anschauen und am besten mitnehmen.


Mein persönliches Fazit
Ich nehme jährlich an vielen Events teil und muss sagen: Die Organisation in Offenbach war trotz über 7.000 Teilnehmer:innen spitze! Keine langen Schlangen an den WCs oder Duschen, genügend Schatten und super nette Helfer:innen. Die Medaille im Ziel wirkt hochwertig, und die Profi-Fotos, die man schon am nächsten Tag online einsehen konnte, sind jeden Cent wert. Die Teilnahmegebühr ist zwar nicht ohne, aber absolut gerechtfertigt. Wir hatten unglaublich viel Spaß und sind nächstes Jahr definitiv wieder am Start!
Alle Infos zu den Locations, Terminen und Preisen findet ihr auf der Website XLETIXKIDS.COM

Rebecca Sommer
Rebecca Sommer hat nach ihrem Studium ein Volontariat bei einer Tageszeitung absolviert und war als Redakteurin und Buchautorin für diverse Verlage und Medien tätig. Heute arbeitet die vierfache Mutter als Geschäftsführerin der nachhaltigen Werbeagentur between und leitet das Projekt Naturkind.

