Eine der schönsten Traditionen in der Vorweihnachtszeit ist das Plätzchenbacken mit Kindern. Es bringt Generationen zusammen und schafft Nähe und Verbundenheit. Wir haben Tipps, wie das stressfrei gelingt…

Plätzchenduft in der Nase, klebrige Teigreste an den Finger, Mehlspuren auf den Kleidern und ein leises Grummeln im Bauch – ein Nachmittag in der Vorweihnachtszeit sieht bei vielen Familien ähnlich aus. Selbstgebackene Plätzchen versüßen die Wartezeit auf Weihnachten und sind eine schöne Aufmerksamkeit für Nachbarn, Freunde und Verwandte.

Ein Erlebnis für die ganze Familie

Beim Plätzchenbacken können vom Kindergartenkind bis zur Urgroßmutter alle mithelfen. Auf dieses gemeinsame Ritual in der Vorweihnachtszeit freuen sich Klein und Groß oft schon Wochen vorher. Damit alle ein schönes Erlebnis haben, das nicht in Stress und Streitereien ausartet, sollte man sich aber vorher Gedanken über den Ablauf machen und einige Vorbereitungen treffen.

Backen mit kleineren Kindern

Möchte man mit kleineren Kindern Plätzchen backen, kann es sinnvoll sein, den Teig bereits am Vormittag alleine vorzubereiten. Wenn man weiß, dass die Kleinen ohnehin am liebsten verzieren und das Ausstechen noch nicht so viel Spaß macht, kann man die Plätzchen sogar schon vorher backen und abkühlen lassen und sich dann zum gemeinsamen Verzieren zusammenfinden. 

Backen mit größeren Kindern

Größere Kinder helfen gerne mit, den Teig vorzubereiten. Je nach Alter können sie die Zutaten schon selbst abwiegen. Sind sie hierfür noch zu klein, kann man zur Vorbereitung alle Zutaten abgewogen in einzelne Schüsseln füllen. Dann kann das Kind selbstständig alles nach und nach in der großen Rührschüssel zusammenfügen. 

Vorbereitungen für einen stressfreien Ablauf

Damit man nicht unter Zeitdruck gerät, sollte man sich für das gemeinsame Plätzchenbacken mit Kindern einen Tag aussuchen, an dem keine weiteren Termine anstehen und möglichst viele Vorbereitungen vorab treffen. So kann man Rezepte (ein bis drei sind für einen Nachmittag ausreichend), entsprechende Zutaten, Nudelholz und Ausstechförmchen sowie Schürzen (oder alternativ ausrangierte T-Shirts von Mama oder Papa) schon am Vortag heraussuchen oder besorgen.

Weil in der Küche am Backtag genug zutun ist, kann am Vorabend ein einfaches Essen vorbereitet werden – etwa ein Eintopf, den man zwischendurch oder nach dem Plätzchenbacken schnell aufwärmen kann. Außerdem kann man eine Playlist erstellen, mit den liebsten Weihnachtsliedern, die beim Backen für eine schöne Stimmung sorgen. 

Plätzchen backen mit Kindern

BILD: © Halfpoint – Adobe Stock

Ruhe bewahren

Bevor es losgeht, sollten auch Besen und Kehrblech, ein Putzeimer und Lappen bereitstehen – schließlich gibt es in der Weihnachtsbäckerei so manche Kleckerei. Die Ruhe bewahren sollte man nicht nur bei kleineren Missgeschicken, sondern auch dann, wenn die Kinder die Lust verlieren. Gerade bei kleineren Kindern ist die Aufmerksamkeitsspanne oft noch nicht sehr ausgeprägt und ein Backnachmittag, der sich über mehrere Stunden hinzieht, ist für sie noch zu lang. Nicht böse sein, wenn sie zwischendurch spielen gehen oder eine Snackpause brauchen – das ist ganz normal.

Selbstständigkeit fördern

Beim Trennen des Eigelbs vom Eiweiß läuft etwas daneben, der Teig ist ungleichmäßig dick ausgerollt, die Plätzchen sind nach dem Verzieren kunterbunt und völlig überladen – Backen mit Kindern ist mitunter abenteuerlich und die Ergebnisse sind optisch vielleicht nicht mit denen im Backbuch vergleichbar. Doch darum geht es beim gemeinsamen Plätzchenbacken gar nicht. Es geht um die gemeinsame Zeit, darum Erfahrungen weiterzugeben, aber die Kleinen auch ihre eigenen Erfahrungen machen zu lassen und sie in ihrem Tun zu bekräftigen. Ausprobieren lassen und loben ist wichtig für ihre Entwicklung, Perfektionismus in dieser Situation demotivierend.