Die Geburtsvorbereitung mit Heublumen ist seit Generationen bewährt. Für ein Sitzbad braucht man keine Badewanne, lediglich eine Schüssel mit heißem Wasser und getrocknete Heublumen.

Getrocknete Heublumen bekommt man für wenige Euros in der Apotheke oder im Reformhaus. Ab der 38. Schwangerschaftswoche kann man sich mit Heublumensitzbädern auf die Geburt vorbereiten. Zunächst sollte man ein bis zwei Sitzbäder pro Woche einplanen. Vor allem Frauen, die zum ersten Mal ein Kind erwarten und deshalb noch einen sehr festen Beckenboden haben, können die Muskulatur damit auflockern. Auch Frauen, die bereits ein Kind geboren, dabei jedoch einen Dammriss oder Dammschnitt hatten, wird die Geburtsvorbereitung mit Heublumen empfohlen. Neben einer Auflockerung der Muskulatur kann ein Sitzbad mit Heublumen die Durchblutung anregen und mögliche Verspannungen lösen.

Sitzbad mit Heublumen – so funktioniert es

Zunächst wählst du eine Schüssel, die von der Größe gut in deine Kloschüssel passt – denn dort spielt sich das Ganze ab. Dann füllst du eine gute Hand voll getrockneter Heublumen in die Schüssel, klappst die Klobrille hoch, stellst die Schüssel ins Klo und klappst die Brille wieder runter. Nun gießt du sehr heißes Wasser über die Heublumen, in die Schüssel und wartest einen Moment. Wenn der aufsteigende Dampf nicht mehr zu heiß ist, setzt du dich entspannt, mit heruntergelassener Hose, auf die Brille. Nimm dir etwas zu Lesen mit, damit keine Langeweile aufkommt – denn zehn Minuten solltest du in dieser Position verbringen. Zusätzlich können gezielte Dammmassagen eine sinnvolle Ergänzung zur Geburtsvorbereitung sein. Deine Hebamme berät dich gerne dazu.

Vorsicht bei Pollen- und Grasallergien!

Frauen, die unter einer Grasallergie leiden, sollten lieber kein Heublumensitzbad ausprobieren. In den getrockneten Heublumenmischungen sind meist Quecken, Trespen, Wiesen-Schwingel, Klee und gemeines Ruchgras enthalten. Nicht für jede Schwangere ist das gut verträglich und manche reagieren allergisch darauf.