Manche Frauen haben einfach so ein “Bauchgefühl” und wissen schon kurz nach der Einnistung, dass sie schwanger sind. Für andere kommt die Gewissheit mit dem positiven Schwangerschaftstest ganz überraschend, weil sie gar keine Anzeichen einer Schwangerschaft bemerkt haben. Jede Frau ist unterschiedlich und nicht jeder Körper reagiert auf eine Schwangerschaft gleich. Doch es gibt typische Anzeichen, die für eine Schwangerschaft sprechen können und von denen viele Frauen berichten…

Spätestens mit dem Ausbleiben der Periode schleicht sich bei den meisten Frauen, die in den letzten Wochen ungeschützten Geschlechtsverkehr hatten, ein leiser Verdacht ein. Ein Schwangerschaftstest liefert zu diesem Zeitpunkt eine zuverlässige Antwort auf die Frage: Bin ich schwanger? Doch schon ehe ein positives Testergebnis vorliegt, bemerken viele Frauen erste Veränderungen an ihrem Körper. Diese können Anzeichen für eine Schwangerschaft sein, aber auch andere Ursachen haben. Wer vermutet, schwanger zu sein, sollte dies in einer gynäkologischen Praxis abklären lassen.

Was gegen typische Beschwerden in einer Schwangerschaft helfen kann, verraten wir hier…

Leichte Blutung und Ausfluss

Viele Frauen denken, eine Blutung sei ein absolutes Ausschlusskriterium für eine Schwangere. Dabei kann die sogenannte Einnistungsblutung sogar ein erstes Anzeichen dafür sein, dass sich bald Nachwuchs ankündigt. Beim Einnisten in die Gebärmutter kann es dort zu einer minimalen Verletzung kommen, die sich durch etwas Blut im Slip bemerkbar macht. Auch ein verstärkter Aussfluss kann ein erstes Anzeichen für eine Schwangerschaft sein.

Ziehen im Unterleib

Das Ziehen im Unterleib zu Beginn einer Schwangerschaft verwechseln viele Frauen mit dem Ziehen vor Eintreten der Periode, da es sich ganz ähnlich anfühlt. Es rührt daher, dass durch das Wachsen der Gebärmutter die Mutterbänder stärker beansprucht werden. Auch die generelle Belastung der Gebärmuttermuskulatur und homonelle Veränderungen, die für eine Lockerung und bessere Durchblutung der Gebärmutter sorgen, können Auslöser für dieses Symptom sein.

Müdigkeit und Schwindel

Das Schwangerschaftshormon HCG sorgt dafür, dass viele Schwangere vor allem in den ersten 12 Wochen schneller erschöpft sind als gewohnt oder sich sogar den ganzen Tag lang müde und abgeschlagen fühlen. Manchmal wird ihnen auch schwindelig oder sie bekommen Kopfschmerzen. Der Körper läuft in diesem Stadium der Schwangerschaft auf Hochtouren, was kraftraubend sein kann.

Vermehrter Harndrang

Die meisten Frauen müssen schon in der Frühschwangerschaft häufiger Wasser lassen, als zuvor. Die Gründe hierfür sind im Normalfall harmlos. So produziert der Körper jetzt vermehrt das Hormon Progesteron, welches für eine Entspannung der Blasenmuskulatur sorgt, und eine verstärkte Durchblutung regt zusätzlich die Nierentätigkeit an. (Wer Schmerzen beim Wasserlassen hat, sollte umgehend ein:e Ärzt:in aufsuchen.)

Empfindliche Brüste

Viele Frauen klagen über empfindliche, schwere, spannende bis schmerzende Brüste in den ersten Wochen ihrer Schwangerschaft. Bei manchen ist das sogar ein erstes Anzeichen. Im Laufe der Schwangerschaft vergrößern sich die Brüste um etwa zwei Körbchengrößen und bereiten sich auf das Stillen vor. Verantwortlich hierfür ist das Hormon Prolaktin. Die Brustwarzen vergrößern sich während der Schwangerschaft und werden dunkler – bei manchen Frauen schon zu einem recht frühen Zeitpunkt.

Übelkeit und Erbrechen

Eine mitunter anstrengende Nebenwirkung kann Übelkeit sein, die bis hin zu Erbrechen führen kann. Die meisten Frauen, die darunter leiden, fühlen sich nach der 12. Schwangerschaftswoche wieder wohler – bei manchen hält das Unwohlsein auch dann noch weiterhin an. Für viele Frauen sind Übelkeit und Erbrechen erste Anzeichen einer Schwangerschaft. Auch eine ungewohnte Empfindlichkeit gegenüber Gerüchen oder Geschmäckern oder veränderte Essgewohnheiten sind bei manchen Schwangeren zu beobachten.

Hautveränderungen

Aufgrund der hormonellen Umstellungen verändert sich bei einigen Schwangeren die Haut. Sie bekommen etwa plötzlich Pickel oder haben eine deutlich trockenere Haut als zuvor. Doch auch das Gegenteil kann der Fall sein – manche Frauen bemerken in der Schwangerschaft positive Veränderungen von Haut, Haaren und Nägeln.