Fakten über Schnee
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11 erstaunlichen Fakten über Schnee, die du bestimmt nicht alle kennst

Mit diesem unnützen Winterwissen kannst du bei der nächsten Schneewanderung beeindrucken…

Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus! Nicht nur kleine Naturkinder lieben Schnee. Schlitten fahren, Schneeballschlacht, Schneefigur bauen – einfach herrlich, was man im Winterwunderland so alles erleben kann. Viele Fakten über die weiße Pracht sind allerdings wenig bekannt. Bist du schon Schnee-Expert:in oder sind dir einige der folgenden Fakten neu für dich?

1) Schneeflocken schreien!

Ja, wirklich – wenn eine Schneeflocke ins Wasser fällt, dann entweichen die darin eingeschlossenen kleinen Luftbläschen und ein schriller Ton erklingt. Allerdings in einer Frequenz von 50 bis 200 Kilohertz  – für das menschliche Ohr also nicht wahrzunehmen.

2) Schnee ist nicht immer weiß

Klingt wie eine Szene aus einem Horrorfilm: BLUTSCHNEE. Tatsächlich ist Schnee nicht immer weiß, sondern manchmal auch rot! Während des Sommers ist dieses Phänomen vor allem in den Polarregionen und Hochgebirgen zu beobachten und einzelligen Algen geschuldet. Im Mittelalter galt Blutschnee als böses Omen.

3) Die größte Schneeflocke hat es ins Guiness-Buch der Rekorde geschafft

Eine gewöhnliche Durchschnitts-Schneeflocke misst etwa 5 Millimeter. Da hat einen die folgende Zahl doch echt aus den Schneeschuhen: Wahnsinnige 38 Zentimeter soll die größte (1887 in Montana, USA ) beobachtete Schneeflocke im Durchmesser gemessen haben. Zu Recht hat sie es damit ins Guiness-Buch der Rekorde geschafft.

4) Es gibt Kunstschnee, der nicht schmilzt

In vielen Schneeregionen wird Kunstschnee auf die Pisten geblasen. Dieser besteht – wie echter Schnee auch – aus gefrorenem Wasser und entsprechend schmilzt er, sobald die Temperaturen über dem Gefrierpunkt liegen. Findige Tüftler:innen haben einen Kunstschnee entwickelt, der nicht schmilzt. Er besteht aus Mais, Kartoffelstärke oder Weizengrieß.

5) Industrieschnee fällt wetterunabhängig

Diese Schneeflocken sollte man lieber nicht mit der Zunge auffangen. Wenn Industrieanlagen Wasserdampf in die Luft pusten, kann es zu sogenanntem Industrieschnee kommen, der lokal begrenzt ist.

6) Schnee wärmt

Wie jetzt – Schnee ist doch kalt, das weiß jedes Kind. Stimmt schon. Wer ohne Handschuhe einen Schneeball formt, bekommt davon kalte Hände. Aber Schnee kann auch wärmen. Etwa wenn man daraus ein Iglu baut. Hat es draußen minus 30 Grad Celsius, beträgt die Temperatur im Inneren gerade einmal minus 10 Grad Celsius.

Experiment dazu: Bau mit deinem Kind an einem eisigen Abend ein kleines Iglu, in das ein Glas mit Wasser passt. Stell das Wasserglas über Nacht in das Iglu und ein zweites Wasserglas etwas entfernt vom Iglu draußen hin. Am nächsten Morgen ist das eine gefroren und das andere nicht.

7) Schnee kann nicht in einem sterilem Umfeld entstehen

Klingt ein wenig delikat: Schnee mag es dreckig. Wäre die Umgebung vollkommen steril wäre, würde Schnee gar nicht erst entstehen. Denn Schnee braucht einen gewissen Grad an Schmutz in der Luft. Erst durch die sogenannten Kristallisationskeime – etwa Staub oder Pollenpartikel – verändert aufsteigender Wasserdampf seinen Aggregatzustand.

8) Leise wirds, wenn der Schnee rieselt

Eine dicke Schneedecke dämpft den Lärmpegel. Wo viel Schnee liegt ist es also leiser, als sonst. Das liegt übrigens an der Luft im Schnee, die den Lärm „schluckt“.

9) Die Inuit haben keine 100 Wörter für Schnee

Ein Ammenmärchen – das sich seit Generationen hartnäckig verbreitet – besagt, dass das Volk der Inuit mehr als 100 Wörter für „Schnee“ haben. Manche Medien schreiben sogar von 400 Wörtern. Woher dieser Irrglaube kommt, weiß man nicht so genau. Tatsächlich unterscheiden die Inuit in ihrer Sprache zwischen fallendem Schnee: „qanik“ und am Boden liegendem Schnee: „aput“. Auch bei den Inuit gibt es Dialekte und so kann es sein, dass noch ein oder zwei weitere Wörter für Schnee geläufig sind – aber definitiv weit weniger als 100.

10) Es gibt Schnee auf dem Mars

Schnee ist nicht nur auf unserem Planeten Erde zu finden. Wissenschaftler:innen gehen davon aus, dass es auf dem Mars regelmäßig Schneestürme gibt. Der Schnee verdampft aber vermutlich, ehe er auf den Boden gelangt, deshalb liegt auf dem Mars kein Schnee. Dafür aber Eis – der Korolew-Krater, der 84 Kilometer im Durchmesser misst, wird von einer 1,8 Kilometer dicken Eisschicht bedeckt.

11) Die Angst vor Schnee ist medizinisch anerkannt

Von Chinophobie sprechen Mediziner:innen, wenn ein Mensch krankhafte Angst vor Schnee hat. Diese kann beispielsweise von einem traumatischen Erlebnis – etwa einem Unfall im Schnee – ausgelöst werden.

Rebecca Sommer

Rebecca Sommer hat nach ihrem Studium ein Volontariat bei einer Tageszeitung absolviert und war als Redakteurin und Buchautorin für diverse Verlage und Medien tätig. Heute arbeitet die vierfache Mutter als Geschäftsführerin der nachhaltigen Werbeagentur between und leitet das Projekt Naturkind. Mit ihrer Familie lebt die 34-Jährige in Hamburg.